Niedersachsen will weniger Salz in Werra und Weser leiten

Hannover. Niedersachsen will bei der anstehenden Entscheidung über die weitere Einleitung von Salzabwasser in Werra und Weser vom Land Hessen beteiligt werden.

Dies sagte Umweltminister Stefan Birkner (FDP) am Donnerstag im Landtag in Hannover. Dieser verabschiedete anschließend einen gleichlautenden Antrag. Im Herbst steht die Genehmigung weiterer Abwassereinleitungen des Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S für seine Werke in Hessen und Thüringen für die kommenden zehn Jahre an.

Niedersachsen gehe fest von einer Beteiligung aus, da es bereits in das laufende Verfahren zum Bau einer Salzwasserpipeline in Nordosthessen eingebunden wurde, sagte Birkner. Zugleich poche Niedersachsen auch auf eine Strategie zur aktiven Verminderung der Einleitungen am Entstehungsort in Hessen und Thüringen. „Nach wie vor bin ich der Meinung, dass das Reduzierungspotenzial nicht ausgeschöpft ist.“

Birkner schlug vor, auch die Eindampfung von Salzlauge in einem geplanten neuen Gaskraftwerk im Raum Bad Hersfeld und die Entsorgung der anfallenden Salzkonzentrate unter Tage zu prüfen. Er habe dazu mit Hessen bereits Kontakt aufgenommen. „Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass solche Möglichkeiten ökonomisch wesentlich vorteilhafter sind als der Bau und der Betrieb einer Salzwasserpipeline quer durch Niedersachsen.“ Der Runde Tisch der Flussanrainer hatte diese Pipeline gegen die Stimme Niedersachsens empfohlen. (dpa)

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