Gipfeltreffen von Kim und Moon

Nord -und Südkorea wollen Atomwaffen abschaffen - Trump reagiert kurios

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Kim Jong Un (l.) beim Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In.

Süd- und Nordkorea erklären, ihr gemeinsames Ziel sei die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel durch „die vollständige Denuklearisierung“.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seinen Willen zu einem kompletten Abbau seines Atomprogramms bekräftigt. Das geht aus der gemeinsamen Erklärung hervor, die Kim und Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag bei ihrem ersten Gipfel am Grenzort Panmunjom unterschrieben. Beide umarmten sich nach der Unterzeichnung.

Moon sprach von einer „neuen Ära des Friedens“. Süd- und Nordkorea bestätigten in der Erklärung, ihr gemeinsames Ziel sei die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel durch „die vollständige Denuklearisierung“. Beide Länder wollen alle Feindseligkeiten, die Quelle militärischer Spannungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft seien, gegen die andere Seite einstellen.

Trump twittert über das Geschehen

US-Präsident Donald Trump hat das Gipfeltreffen der Führer Nord- und Südkoreas als "historisch" bezeichnet und seine Landsleute aufgefordert, "stolz" auf das Geschehen zu sein. "Koreakrieg vor dem Ende", erklärte Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter, nachdem sich die beiden koreanischen Staaten zu Frieden und atomarer Abrüstung bekannt hatten.

"Die USA und ihr großartiges Volk sollten sehr stolz auf das sein, was sich gerade in Korea abspielt", hieß es weiter in der Twitter-Botschaft. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und der südkoreanische Präsident Moon Jae In waren zuvor an der Grenze zu ihrem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Für die nächsten Wochen ist auch ein Treffen zwischen Kim und Trump geplant; eine solche Begegnung galt lange Zeit als ausgeschlossen.

Russland zeigt sich erfreut über Treffen

Russland hat die Ergebnisse des historischen Treffens der Präsidenten Nord- und Südkoreas begrüßt. „Wir schätzen es sehr, dass es zu diesem Gespräch gekommen ist und sind zufrieden mit den Ergebnissen der Verhandlungen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. „Wir haben heute gesehen, dass es einen direkten Dialog geben kann, er hat konkrete Perspektiven aufgezeigt“, sagte er russischen Agenturen zufolge.

Bei seinem ersten Gipfel mit Südkoreas Präsidenten hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un unter anderem eine atomare Abrüstung und einen Friedensvertrag mit dem Nachbarland in Aussicht gestellt. Seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren besteht zwischen den beiden Nachbarländern lediglich ein Waffenstillstandsabkommen.

Peskow betonte, dass ein mögliches Treffen Kims mit US-Präsident Donald Trump in den kommenden Monaten ein guter Schritt wäre. „Alles, was zur Entspannung der Situation beiträgt, kann nur begrüßt werden.“

Die Ankündigungen der Staatschefs seien vielversprechend, betonte der Außenpolitiker Konstantin Kossatschow. „Bis die Vereinbarungen aber wirklich umgesetzt werden, ist noch viel zu tun.“

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Nord- und Südkorea wollen Kriege verhindern

Süd- und Nordkorea wollten aktiv zusammenarbeiten, um ein dauerhaftes Friedenssystem aufzubauen, heißt es in der Erklärung vom Freitag weiter. Die Einrichtung eines Friedenssystems sei eine historische Aufgabe, die nicht mehr aufgeschoben werden könne. „Wir erklären, dass kein Krieg mehr auf der koreanischen Halbinsel ausbrechen werde.“

Beide Seiten einigten sich auch auf die Wiederaufnahme gemeinsamer humanitärer Projekte wie die Treffen von durch den Krieg auseinandergerissenen Familien.

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Als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-53) hatte Kim für den Gipfel die Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten.

dpa

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