Schwalm-Eder-Kreis liegt auf dem letztem Platz

Schnelle Internetverbindungen: Nordhessen schneidet schlecht ab

Wiesbaden. Bei der Versorgung mit schnellen Internetverbindungen schneidet Nordhessen laut dem TÜV Rheinland schlecht ab. Auf dem letzten Platz landet der Schwalm-Eder-Kreis.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat am Dienstag in Wiesbaden in einer Regierungserklärung seine „digitale Strategie“ für Hessen vorgestellt. Dazu zählt auch die Versorgung mit schnellen Internetverbindungen. In diesem Bereich schneidet Nordhessen bisher im Vergleich zum restlichen Bundesland schlecht ab.

Das geht aus einem Bericht des TÜV Rheinland hervor, den dieser für das Bundesverkehrsministerium im vergangenen Jahr erstellt hat.

Gemessen wird die Schnelligkeit eines Internetanschlusses in Megabit pro Sekunde (MBit). Als schnelles Internet gelten Verbindungen zwischen 30 MBit und 50 MBit pro Sekunde. Rund 70 Prozent der Hessen verfügen über den Zugang zu einer 50 MBit-Verbindung. Diese Rate erreichen im Schwalm-Eder-Kreis aber nur 29,7 Prozent der Haushalte. Das ist hessenweit der letzten Platz. Auch die Kreise Kassel und Werra-Meißner landen auf hinteren Rängen.

Damit in Nordhessen mehr Menschen zu schnellerem Verbindungen erhalten, haben sich 2014 die fünf nordhessischen Landkreise zusammengeschlossen und die Breitband Nordhessen GmbH gegründet. Das Ziel: Möglichst rasch die Kreise flächendeckend mit mindestens 30 MBit pro Sekunde zu versorgen. Insgesamt sollen 2500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Die Investitionssumme von 143 Mio. Euro stellt das Land als Darlehen bereit.

Derzeit fänden Gespräche mit Unternehmen statt, die den Ausbau übernehmen könnten, sagt Dirk Herrmann, Sprecher des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Der dortige Landrat Dr. Michael Koch ist Vorsitzender von Breitband Nordhessen. Der Ausbau soll möglichst bald beginnen. Netzbetreiber wird die Kasseler Netcom sein.

Die Breitbandversorgung in den hessischen Landkreisen im Überblick:

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Rubriklistenbild: © dpa

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