Nordkorea bietet USA Deal zur Einstellung von Atomtesten an

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Südkoreaner verfolgen die Neujahrsansprache von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Seoul. Foto: Yonhap

Seoul (dpa) - Nordkorea fühlt sich jedes Jahr aufs Neue durch die Militärmanöver der USA und Südkoreas provoziert. Jetzt lockt Pjöngjang überraschend mit dem Angebot, vorläufig keine Atomtests mehr zu unternehmen.

Im Streit um sein Atomprogramm hat Nordkorea einen vorläufigen Verzicht auf neue Kernwaffentests angeboten, falls die USA ihre Militärmanöver mit Südkorea in diesem Jahr aussetzen. Dieser Vorschlag sei den USA am Freitag über zuständige Kanäle übermittelt worden, berichten nordkoreanischen Staatsmedien am Samstag. Sie sprachen von einem "wichtigen Schritt". Nordkorea sei bereit, mit den USA über die Angelegenheit zu reden.

Die USA würden mit einem vorläufigen Stopp ihrer Militärübungen in Südkorea und Umgebung zur Entspannung beitragen, hieß es. "In diesem Fall ist die Volksrepublik (Nordkorea) bereit, mit einer vorläufigen Aussetzung der Atomtests zu antworten, über die die USA so besorgt sind." Washington wurde wie gewöhnlich eine feindselige Politik unterstellt.

Für Spannungen zwischen beiden Ländern hatte zuletzt ein Hackerangriff auf das Filmstudio Sony Pictures gesorgt. Washington warf dem Regime in Pjöngjang vor, hinter der Cyber-Attacke zu stehen. Anlass war die Filmkomödie "The Interview", in der es um einen fiktiven Anschlag auf den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un geht. Nordkorea hat eine Verwicklung in die Affäre bestritten.

Nordkorea hat zwischen 2006 und 2013 drei Atomtests unternommen, auf die die Vereinten Nationen jeweils mit verschärften Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang reagierten. Im Jahr 2012 hatte Nordkorea ein Abkommen mit den USA über ein Atomtest-Moratorium nach neuen Spannungen schon nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

Nordkorea wirft Südkorea und den USA regelmäßig vor, mit ihren gemeinsamen Manövern einen Angriff vorbereiten zu wollen, was beide Länder bestreiten. Forderungen Pjöngjangs, die Manöver zu stoppen, haben Washington und Seoul bislang stets mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass die Übungen der Verteidigung dienten.

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