US-Vizepräsident in Tokio

USA versichern Japan Bündnistreue in der Nordkorea-Krise

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt den US-Vizepräsidenten Mike Pence. Der US-Vizepräsident ist zu zweitägigen Gesprächen nach in Tokio gereist. Foto: Eugene Hoshiko
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Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt den US-Vizepräsidenten Mike Pence. Der US-Vizepräsident ist zu zweitägigen Gesprächen nach in Tokio gereist. Foto: Eugene Hoshiko
Ein Mann in Seoul betrachtet auf einem TV-Gerät eine Archivfilmaufnahme von einer nordkoreanischen Rakete. Foto: Ahn Young-Joon
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Ein Mann in Seoul betrachtet auf einem TV-Gerät eine Archivfilmaufnahme von einer nordkoreanischen Rakete. Foto: Ahn Young-Joon
Zwei nordkoreanische Soldaten (hinten) blicken auf die Südseite wo ein südkoreanischer Soldat (M) Wache steht. Foto: Lee Jin-Man
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Zwei nordkoreanische Soldaten (hinten) blicken auf die Südseite wo ein südkoreanischer Soldat (M) Wache steht. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Pence besucht eine Militärbasis in der Nähe der entmilitarisierten Zone. Foto: Lee Jin-Man
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US-Vizepräsident Pence besucht eine Militärbasis in der Nähe der entmilitarisierten Zone. Foto: Lee Jin-Man
Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder. Foto: Lee Jin-Man
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Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder. Foto: Lee Jin-Man
Nach dem Besuch im Camp Bonifas wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Foto: Lee Jin-Man
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Nach dem Besuch im Camp Bonifas wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Mike Pence unterhält sich mit US-General Vincent Brooks. Foto: Lee Jin-Man
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US-Vizepräsident Mike Pence unterhält sich mit US-General Vincent Brooks. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Mike Pence und der kommissarische Präsident und Premierminister Südkoreas, Hwang Kyo-ahn. Foto: Lee Jin-Man
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US-Vizepräsident Mike Pence und der kommissarische Präsident und Premierminister Südkoreas, Hwang Kyo-ahn. Foto: Lee Jin-Man
Mike Pence und seine Frau Karen entzünden auf dem Nationalen Friedhof in Seoul Räucherstäbchen. Foto: Lee Jin-Man
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Mike Pence und seine Frau Karen entzünden auf dem Nationalen Friedhof in Seoul Räucherstäbchen. Foto: Lee Jin-Man

In der Krise um Nordkorea drängen die USA zu mehr Druck auf Pjöngjang. In Tokio bekräftigt US-Vizepräsident Pence die Bereitschaft seines Landes, mit China und anderen Nationen an einer friedlichen Lösung zu arbeiten. Nordkorea warnt vor einer Eskalation.

Tokio (dpa) - In den wachsenden Spannungen um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm haben die USA den Schulterschluss mit ihrem Bündnispartner Japan geübt.

US-Vizepräsident Mike Pence versicherte Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Besuch in Tokio, die USA verstünden Japans ernste Sicherheitslage und stünden "100 Prozent" hinter ihrem Bündnispartner.

US-Präsident Donald Trump wolle mit Japan, Südkorea und anderen Nationen und auch mit China an einer friedlichen Lösung arbeiten. Man werde nicht nachlassen, bis die koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen sei, sagte Pence.

Zugleich bekräftigte er in Tokio, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen. Pence hatte zuvor in Südkorea erklärt, dass die Politik der "strategischen Geduld" gegenüber Pjöngjang "vorbei" sei. Der japanische Regierungschef Abe mahnte, den Konflikt friedlich zu lösen. Auch die USA wollten Frieden, doch Frieden komme "durch Stärke", wurde Pence zitiert. Zugleich erklärte er jedoch, dass die Diplomatie der "produktivste Weg voran" bleibe. China rief zu Zurückhaltung auf und mahnte ebenfalls eine friedliche Lösung an.

China sei bereit, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um Nordkoreas Atomprogramm wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, erklärte Außenminister Wang Yi am Dienstag in Peking. "Wir wissen, dass die Lage angespannt ist", sagte Yi. "Aber je größer die Spannungen sind, umso mehr Ruhe brauchen wir und umso notwendiger ist es, Gelegenheiten und Möglichkeiten für Dialog zu finden."

Nordkorea warnte die USA vor einer Eskalation in dem Konflikt. "Unser Volk ist bereit, auf alle Bedrohungen zu reagieren. Wir sind zu einem umfassenden Krieg bereit", sagte ein ranghoher nordkoreanischer Diplomat in Moskau. "Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist explosiv." Der Diplomat warf den USA und Südkorea eine aggressive und provokante Politik vor.

Derweil nahmen die USA und Japan beim Besuch von Pence einen neuen Wirtschaftsdialog auf. Unter anderem sollen Gespräche über Handels- und Investitionsregeln intensiviert werden. US-Präsident Trump hatte während seines Wahlkampfs Japan unter anderem der Währungsmanipulation und unfairer Handelsbarrieren bezichtigt.

Die USA verzeichneten im vergangenen Jahr ein Handelsdefizit mit Japan von fast 70 Milliarden Dollar (65 Mrd Euro). Einem geplanten transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) erteilte Trump eine Absage. Die USA bevorzugen jetzt bilaterale Abkommen. Medien zufolge will Japan jedoch das TPP auch ohne die USA weiter vorantreiben.

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