"Notbremse gezogen": Kommentar über CSU-General Andreas Scheuer

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Wolfgang Blieffert

Wer betrügt, der fliegt. Gemünzt auf die Zuwandererdebatte, hätte der CSU-Slogan dem eigenen Generalsekretär schnell zum Verhängnis werden können. Doch Andreas Scheuer hat rechtzeitig die Notbremse gezogen.

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Indem er in Zukunft auf das Führen seines Doktortitels verzichten will, hat Scheuer die Dramatik aus der sich anbahnenden Affäre herausgenommen.

Er wäre nicht der erste CSU-Politiker gewesen, der über seine Doktorarbeit stolpert. Der tiefe Fall des als politischer Messias hochgejubelten Karl-Theodor zu Guttenberg ist den Christsozialen noch in allzu schlechter Erinnerung. Insofern bleibt Scheuer in der Pflicht, gemeinsam mit Universität und Doktorvater Ungereimtheiten und Unklarheiten zu beseitigen. Mit der gebührenden Sorgfalt, aber auch der gebotenen Schnelligkeit.

Vorerst hat der stets forsch auftretende Scheuer jedenfalls gezeigt, dass er die Mechanismen einer Affäre begriffen hat: Oft führen nicht die Vorwürfe selbst zu einem Rücktritt, sondern der Umgang mit ihnen.

bli@hna.de

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