Eklat in Schwerin

Gedenken an NSU-Opfer: NPD verlässt Landtag

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Die Abgeordneten der NPD verlassen demonstrativ den Landtag in Schwerin.

Schwerin - Die rechtsextreme NPD hat am Donnerstag im Schweriner Landtag erneut für einen Eklat gesorgt: Vor einer Gedenkminute für die Opfer der Terrorgruppe NSU verließ die Fraktion geschlossen den Saal.

Zuvor war der Fraktionsvorsitzende Udo Pastörs bereits wegen eines Zwischenrufs von der Sitzung ausgeschlossen worden, wie ein Sprecher des Landtags sagte.

Der Linken-Abgeordnete Hikmat Al-Sabty hatte in seiner Rede gesagt, die Gedenktafel in Erinnerung an die ausländerfeindlichen Anschläge von Rostock-Lichtenhagen sei wahrscheinlich von Rechtsextremisten entfernt worden. Pastörs unterbrach ihn daraufhin. Nach Angaben der Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) sprach Pastörs von „Fantasien eines aus dem Orient Zugereisten“.

In der Nacht zu Mittwoch war die Mahntafel von bislang unbekannten Tätern von der Wand des Rostocker Rathauses abgeschraubt worden. Sie ist ein Duplikat jener Tafel, die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld 1992 kurz nach dem Brandanschlag auf das Asylbewerberheim anbringen wollte, um ein Zeichen gegen den Rassenhass gegen Sinti und Roma zu setzen.

dapd

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