Bundesweiter Skandal

Rechte Tendenzen bei der Polizei NRW: Experte klärt auf, wie es dazu kommen kann

Seit einigen Tagen sorgt die Entdeckung rechtsextremer Chats bei der Polizei NRW für Aufsehen.
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Seit einigen Tagen sorgt die Entdeckung rechtsextremer Chats bei der Polizei NRW für Aufsehen.

Rechtsextremer Chatgruppen in der NRW-Polizei sorgen derzeit für Aufsehen. Ein Experte erklärt, wie es dazu kommen kann. Außerdem sollen Maßnahmen greifen.

NRW - Die Entdeckung rechtsextremer Chatgruppen innerhalb der Polizei NRW hat in den vergangenen Tagen für einen bundesweiten Skandal gesorgt. Jetzt sollen mehrere Maßnahmen greifen, wie RUHR24.de* berichtet. Ein Polizei-Seelsorger sucht außerdem Erklärungsansätze für diese Entwicklung.

So regt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) derzeit an, dass Polizisten im Rahmen von Fortbildungen NS-Gedenkstätten besuchen sollen. Das Bewusstsein für Unrecht solle dadurch geschärft werden. Der Minister erwarte, dass es "sehr harte Arbeit" wird, das verloren gegangene Vertrauen in die Polizei wieder aufzubauen. Dies sei aber wichtig, "denn an der Rechtsstaatlichkeit und Verfassungstreue der Polizei darf es nicht den geringsten Zweifel geben", so Reul.

Was sich derzeit wohl die meisten fragen: Woher kommen die rechtsextremen Tendenzen bei der Polizei in NRW? Polizeiseelsorger und Landespolizeipfaffer Dietrich Bredt-Dehnen versuchte im Gespräch mit dem WDR Antworten zu finden.

Laut ihm gebe es Polizisten auf bestimmten Wachen, die bei ihren Einsätzen immer wieder an "dieselben Bevölkerungsgruppen und Milieus" geraten, die ihnen mit Respektlosigkeit und Gewalt begegnen. "Auf Dauer kann das dazu führen, dass das Weltbild der Beamten aus den Fugen gerät. Sie können nicht mehr richtig differenzieren und entwickeln eine Abneigung gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen. " *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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