Nach Snowdens Enthüllungen

NSA: Strengere Überwachung der Überwacher

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Der stellvertretende Verteidigungsminister Ashton Carter

Aspen - Nach den Enthüllungen des Ex-IT-Analysten Edward Snowden will der US-Geheimdienst NSA künftig seine Mitarbeiter stärker überwachen. Es ist nicht die einzige geplante Änderung.

Der US-Geheimdienst NSA verschärft nach den Enthüllungen seines ehemaligen IT-Analysten Edward Snowden die Überwachung seiner Mitarbeiter. Der stellvertretende Verteidigungsminister Ashton Carter sagte am Donnerstag auf einem Sicherheitsforum in Aspen, künftig solle beim Zugang zu geheimen Informationen das Vieraugenprinzip gelten. Dass Snowden unbemerkt Informationen nach draußen habe bringen können, die ein bislang nicht bekanntes Ausmaß amerikanischer Spähprogramme enthüllten, bezeichnete er als Versagen bei der Verteidigung „unserer eigenen Netzwerke“.

Zudem sei in dem Bemühen, in der „Geheimdienst-Gemeinde“ Informationen miteinander teilen zu können, eine enorme Menge von Daten an einem einzigen Ort gespeichert worden. „Das ist ein Fehler“, erklärte Carter. „Alles auf einen Server zu laden führt zu einem Risiko.“ Künftig solle der Zugang zu Informationen begrenzt werden. Immer, wenn Systemadministratoren jemandem Rechte zum Zugriff auf geheime Informationen eingeräumt hätten, solle eine „Zwei-Mann-Regel“ gelten, wenn er diese abrufe. Angestrebt werde eine bessere Überwachung der NSA-Mitarbeiter mit besonderen Zugriffsbefugnissen auf geheime Daten. Denkbar sei, solche Geheimdienstler wie die Mitarbeiter von Atomeinrichtungen zu überwachen.

"Wir lassen diese Leute nichts alleine machen"

„Wenn es um Atomwaffen geht, beobachtet man das Verhalten der Leute in einer besonderen Art und Weise“, sagte Carter. „Wir lassen diese Leute nichts alleine machen. Es gibt immer irgendein abweichendes Individuum und man muss das erkennen.“

Carter sagte weiter, das Verteidigungsministerium habe eine 4000 Mitarbeiter zählende „Cyber-Mannschaft“ sowohl für offensive als auch defensive Aufgaben fast startklar.

AP

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