NSU-Ausschuss beschließt weite Teile des Berichts

Berlin - Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat weite Teile seines Abschlussberichts beschlossen. Erarbeitet werden soll jetzt unter anderem noch, welche Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen sind.

Das Gremium segnete am Mittwoch in einer internen Sitzung den Großteil des weit mehr als 1000-seitigen Berichts ab, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Darin geht es vor allem um die Ergebnisse der Zeugenbefragungen der vergangenen Monate und die Bewertung der gravierenden Ermittlungspannen im Fall der rechtsextremen Terrorzelle NSU. Bis Ende August folgt noch die Arbeit an den Schlussfolgerungen.

Die Fraktionen wollen gemeinsam und getrennt voneinander Vorschläge machen, welche Konsequenzen aus dem Fall NSU zu ziehen sind. Am 22. August will der Ausschuss den gesamten Bericht beschließen und ihn an den Bundestag übergeben. Geplant sei außerdem, den Bericht am selben Tag in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorzustellen, hieß es am Mittwoch.

Kaltblütig ermordet - Die Opfer der Terrorzelle NSU

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Angedacht sei auch eine Übersetzung ins Türkische. Die meisten der NSU-Opfer waren türkischer Abstammung. Anfang September wird schließlich der Bundestag in einer Sondersitzung über den Bericht beraten. Dabei werden auch Angehörige der Opfer erwartet.

Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden zehn Morde zwischen den Jahren 2000 und 2007 zur Last gelegt - überwiegend an Migranten. Polizei und Nachrichtendienste waren der Bande jahrelang nicht auf die Spur gekommen. Sie flog erst Ende 2011 auf. Der NSU-Ausschuss begann Anfang 2012, die Verbrechen der Terrorzelle und die Ermittlungspannen aufzuarbeiten.

dpa

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