Es soll Talar T. verletzen

NSU-Nebenkläger: Kreuz im Gerichtssaal abhängen

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Im Münchner NSU-Prozess hat nun auch ein erster Nebenkläger gefordert, das Kreuz im Gerichtssaal abzuhängen.

München - Im Münchner NSU-Prozess hat nun auch ein erster Nebenkläger gefordert, das Kreuz im Gerichtssaal abzuhängen. Sein Argument: Das Kreuzifix verletze den Nebenkläger Talar T.

Der deutsche Staat und seine Institutionen hätten eine religiöse Neutralitätspflicht, heißt es in dem am Montag bekanntgewordenen Antrag unter Berufung auf den sogenannten Kruzifixbeschluss des Bundesverfassungsgerichts.

Das Kreuz im Gerichtssaal verletze den Nebenkläger Talar T. in seinem Recht auf Religionsfreiheit, argumentiert sein Rechtsanwalt Adnan Menderes Erdal in einem Schriftsatz. Er habe einen Anspruch darauf, „nicht vom deutschen Staat [...] dem Einfluss einer Religion - auch in Gestalt eines Symbols - ausgesetzt zu werden“.

NSU-Prozess in München - die Bilder

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Um kurz nach 7 Uhr war es am Montagmorgen noch ruhig vor dem Gerichtsgebäude. Hier geht's zum aktuellen Live-Ticker zum NSU-Prozess © Steffi Wegele
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Zahlreiche Menschen warten am Vormittag vor dem Gerichtsgebäude in München auf ihren Einlass. © dpa
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Zwei Polizisten stehen vor dem Gerichtsgebäude und behalten die Lage im Blick © dpa
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Lediglich Journalisten und Medien sind zahlreich vor Ort. © Steffi Wegele
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Die Pressesprecherin des Oberlandesgerichts München, Andrea Titz, stand den Medienvertretern am Montagmorgen bereits einige Minuten Rede und Antwort. Auf dem Foto ist sie leider nicht zu sehen, da sich eine große Presse-Traube um sie herum gebildet hatte. © Steffi Wegele
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Noch müssen Kameramänner auf spektakuläre Bilder warten, denn der große Andrang bleibt noch aus. © Steffi Wegele
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Erste Demonstranten haben sich mit Transparenten vor dem Landgericht positioniert. © dpa
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Türkische Demonstranten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Hitlerkind Zschäpe du wirst für die Morde bezahlen müssen" in die Höhe. © Steffi Wegele
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Timo Tasche, 32 Jahre alt, ist für den NSU-Prozess extra aus Nordrhein-Westfalen angereist und steht seit 6 Uhr in der Früh mit seinen Plakaten in der Nähe des Gerichtsgebäudes. Warum er das tut? Er will das Versagen der Behörden nach dem Nagelbombenanschlag in Köln anprangern. © Steffi Wegele
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Der Besuchereingang wird von einem durchsichtigen Plastikzelt geschützt, damit die Wartenden im Falle eines Regenschauers nicht allzu nass werden. © Steffi Wegele
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Rentner Helmut S. aus München, steht als Erster vor dem Eingang zum Strafjustizzentrum in München. Er harrt hier bereits seit Sonntag aus. © dpa
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Eine Schmiererei nahe dem Gerichtsgebäude © Steffi Wegele
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Ein Polizeiauto fährt an den Übertragungswagen mehrerer Fernsehsender vorbei © dpa
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Dieser schwarze BMW gehörte zum Zschäpe-Konvoi © Steffi Wegele
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In diesem gepanzerten Auto wurde Beate Zschäpe in die Tiefgarage des Gerichts gebracht © Steffi Wegele
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Dieser schwarze BMW gehörte zum Zschäpe-Konvoi © Steffi Wegele
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Die Kinder des ersten NSU-Opfers, Enver Simsek, sind am Gericht eingetroffen und werden von Journalisten bestürmt © Felix Consolati
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Semiya Simsek (l), Tochter eines Opfers der NSU-Mordserie, ist am 06.05.2013 vor dem Gericht in München (Bayern) von Journalisten umringt. © dpa
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Die Kinder des ersten NSU-Opfers, Enver Simsek, sind am Gericht eingetroffen und werden von Journalisten bestürmt © Steffi Wegele
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Immer mehr Demonstranten versammeln sich rund um das Gerichtsgebäude © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Die Angeklagte Beate Zschäpe (links vorne) wird am 06.05.2013 zum Prozessauftakt ins Gericht in München (Bayern) gebracht. Hier geht's zum aktuellen Live-Ticker zum NSU-Prozess auf merkur-online.de © dpa
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Zwei junge Türkinnen rennen vor dem Gericht umher und brüllen laut "Tod" und "Nazis" © Steffi Wegele
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Das sorgt für einen großen Tumult © Steffi Wegele
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Offenbar haben die jungen Frauen die Polizisten zudem provoziert, indem sie versuchten, über die Absperrung zu gelangen © Steffi Wegele
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Die Beamten nahmen die jungen Frauen daraufhin fest © Steffi Wegele
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 © Steffi Wegele
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Oberbürgermeister Christian Ude beobachtet den Tumult um die beiden jungen Türkinnen © Steffi Wegele
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Oberbürgermeister Christian Ude: "Die Richter haben die internationale Dimension (des Prozesses) nicht frühzeitig erfasst" und Fehler aus "purer Tolpatschigkeit" begangen. © Steffi Wegele
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Polizisten haben die Nymphenburger Straße vor dem Landgericht nun komplett abgesperrt. © Steffi Wegele
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Die Demonstranten bringt das in Rage, weil die Beamten ihre Plakate und Banner verdecken © Steffi Wegele
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Zwei junge, türkischstämmige Frauen versuchen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München gewaltsam in die Bannmeile des Gerichtes einzudringen und überrennen dabei einen Mann. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Inzwischen können sich beide jungen Frauen wieder frei bewegen... © dpa
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...und demonstrieren weiter. Auf dem Banner, das sie halten, steht "Wir fordern Gerechtigkeit". © Steffi Wegele
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Polizeibeamte schirmen die beiden jungen Frauen inzwischen dauerhaft ab © Steffi Wegele
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Allmählich füllt sich der Gerichtssaal © Philipp Vetter
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Beate Zschäpe betritt den Gerichtssaal mit verschränkten Armen und eiskaltem Blick © AP
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Zum Prozessauftakt erscheint Zschäpe in schwarzem Anzug und weißer Bluse © dpa
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Beate Zschäpe wendet sich so schnell wie möglich von den Fotografen ab. Die Angehörigen der Opfer würdigt sie keines Blickes. © dpa
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Die Angeklagte Beate Zschäpe (M - rechts) steht vor Beginn des Prozessauftaktes im Gerichtssaal mit ihren Anwälten Wolfgang Stahl (l), Wolfgang Heer (r) und Anja Sturm zusammen und dreht den Zuschauern den Rücken zu. © dpa
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Der Angeklagte Ralf Wohlleben sitzt am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses im Gerichtssaal in München (Bayern) an seinem Platz. © dpa
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Der Angeklagte Andre E. sitzt am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses im Gerichtssaal in München (Bayern) an seinem Platz und dreht sein Gesicht weg. © dpa
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Die Anwälte der Angeklagten Beate Zschäpe, Wolfgang Stahl (l-r), Anja Sturm und Wolfgang Heer stehen am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses hinter der Anklagebank im Gerichtssaal in München. © dpa
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Mit fast halbstündiger Verspätung eröffnen die Richter den NSU-Prozess © Philipp Vetter
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Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München, hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München, hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München (3.v.l.), hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Außerdem ließen Zeytingolu und andere Vereinsmitglieder über 100 schwarze Luftballons steigen © Steffi Wegele
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Außerdem ließen Zeytingolu und andere Vereinsmitglieder über 100 schwarze Luftballons steigen © Steffi Wegele
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Einige davon blieben in den Bäumen rund um das Gerichtsgebäude hängen © Steffi Wegele
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Polizisten stehen am 06.05.2013 vor dem Landgericht München vor Demonstranten. © dpa
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Neonazi Karl-Heinz Statzberger und der Bruder des Angeklagten André E., Maik E. (r.), versuchen schon zum zweiten Mal an diesem Tag, ins Gericht zu kommen - dieses Mal über die Zuschauerliste. Gegen 15 Uhr haben es die beiden geschafft: Sie sitzen im Saal © Steffi Wegele
Maik E., Bruder des Angeklagten André E., im Gerichtssaal. © dpa
"Wir wollen Gerechtigkeit" steht auf der ersten Seite der "Türkiye". Noch nie in der Geschichte der Zeitung soll es eine deutsche Überschrift gegeben haben. © Steffi Wegele
Machte am ersten Tag des Prozesses im Laufe des Tages wahrscheinlich das Geschäft ihres Lebens: Die Bäckerei nahe des OLG: Hier arbeiteten viele Journalisten und versorgten sich mit Kaffee. © Steffi Wegele
So sieht es im Medienraum aus. © Steffi Wegele
Die Anwaltskanzlei des Verteidigers von Ralf Wohlleben wurde Opfer eines Anschlags. © dpa
An der Mauer der Kanzlei prangt der Schriftzug: „Rassismus tötet - NSU-Anwalt!“ © dpa
Der erste NSU-Prozesstag endete mit einem Paukenschlag: Wegen der Befangenheitsanträge wurde die Sitzung vertagt. Weiter geht es erst am 14. Mai. © Steffi Wegele
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa

Im Sitzungssaal A 101 des Strafjustizzentrums in München hängt - wie in Bayern üblich - ein schlichtes Holzkreuz. In den meisten anderen Bundesländern hängen keine Kreuze in Gerichtssälen. Nach Medienberichten hatte bereits ein türkischer Abgeordneter gefordert, das Kreuz im Saal des NSU-Prozesses abzuhängen.

dpa

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