NSU-Terror

Nebenkläger: Zschäpe hat sich mit ihren Aussagen selbst belastet

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat sich nach Einschätzung eines Nebenklägers im NSU-Prozess mit ihrem Aussageverhalten selber belastet.

München - Ihre schriftlich eingereichten Antworten auf Fragen des Oberlandesgerichts München seien als „Teilschweigen“ zu werten, sagte Rechtsanwalt Eberhard Reinecke am Donnerstag in seinem Plädoyer. „Damit macht sich die Angeklagte unfreiwillig zum Beweismittel.“ Es wäre für sie besser gewesen, wenn sie ihren ursprünglichen drei Verteidigern gefolgt wäre und nicht nach zweieinhalb Jahren Prozess ihr Schweigen gebrochen hätte.

Reinecke machte geltend, Zschäpes schriftlich eingereichte Aussagen seien wenig authentisch und unglaubwürdig. Die von ihr geschilderten Gespräche mit ihren beiden Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt seien nicht nachvollziehbar. Viele ihrer Aussagen seien widersprüchlich. Wo Zschäpe einzelne Details nannte, habe sie lediglich bewiesene Tatsachen in ihrem Sinne zu erklären versucht.

Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an den neun rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ angeklagt sowie an der Ermordung einer Polizistin in Heilbronn. Die Bundesanwaltschaft hat lebenslange Haft für sie gefordert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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