Aussage angekündigt

NSU-Prozess: Wohlleben will "dreisten Lügen entgegentreten"

+
Die Bundesanwaltschaft hält Wohlleben für eine "steuernde Zentralfigur" im Hintergrund des NSU.

München - Im Münchner NSU-Prozess will neben Beate Zschäpe nun auch der wegen Beihilfe zum Mord angeklagte Ralf Wohlleben sein Schweigen brechen.

Das kündigten seine Anwälte in einer Erklärung an, die am Sonntag auf einer Facebook-Seite der NPD zu finden war. Einer seiner Verteidiger, Olaf Klemke, bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Dokuments.

Darin heißt es, Wohlleben müsse "einige Dinge klarstellen, um den dreisten Lügen einiger Zeugen und zweier Mitangeklagter" entgegenzutreten. Überschrieben ist die Erklärung mit den Worten "Der Wahrheit eine Gasse: Ralf Wohlleben wird sein Schweigen brechen". Wohlleben werde "selbst aussagen", heißt es darin.

Die Bundesanwaltschaft hält Wohlleben für den Organisator der NSU-Mordwaffe vom Typ "Ceska" und für eine "steuernde Zentralfigur" im Hintergrund des "Nationalsozialistischen Untergrunds".

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Sie muss sich als mutmaßliche Mittäterin an der Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten. Auch Zschäpe hatte über ihre Anwälte Mathias Grasel und Hermann Borchert eine Aussage ankündigen lassen, die allerdings von Grasel verlesen werden soll. 

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.