NSU-Prozess: Gericht plant Sitzungen bis zum Herbst 2016

+
Die Angeklagte Beate Zschäpe steht im Oberlandesgericht in München neben ihrem neuen, vierten Anwalt Mathias Grasel. Foto: Peter Kneffel

München (dpa) - Der Münchner NSU-Prozess um die zehn Morde des "Nationalsozialistischen Untergrunds" könnte sich länger hinziehen als gedacht. Das Gericht verteilte neue Terminpläne an die Beteiligten. Sie reichen bis zum September 2016.

Die Sitzung am Dienstag war die letzte vor der vierwöchigen Sommerpause. Beweisthema war die Mordwaffe vom Typ "Ceska". Mit dieser Pistole soll der NSU aus rassistischen Motiven neun Gewerbetreibende mit türkischen und griechischen Wurzeln erschossen haben. Die Bundesanwaltschaft wertet den Gebrauch der immer gleichen Waffe in der Anklageschrift als eine Art Selbstbekennung. Nur bei dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn wurde die Waffe nicht verwendet.

Ein Schweizer Polizeiermittler schilderte Einzelheiten über den Vertrieb der Pistole. Sie soll von einem Schweizer Staatsbürger gekauft und dann über mehrere Stationen in die rechtsextreme Szene in Jena geschleust worden sein.

Nächster Prozesstermin ist der 2. September. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe muss sich in dem Verfahren als mutmaßliche Mittäterin der NSU-Verbrechen verantworten.

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

Terminliste NSU-Prozess zweite Jahreshälfte 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.