NSU-Prozess: Gericht verstummt vorerst

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Das Oberlandesgericht München will zunächst keine Fragen mehr zur Akkreditierung für den NSU-Prozess beantworten.

München - Fragen zur Akkreditierung von Journalisten für den NSU-Prozess in München bleiben vorerst unbeantwortet - das Gericht geht auf Tauchstation.

Wie die Pressestelle des Oberlandesgerichts München am Donnerstag mitteilte, werden Anfragen „zur Anordnung und Durchführung des Akkreditierungsverfahrens“ bis auf weiteres nicht mehr beantwortet. Das Gericht war in die Kritik geraten, weil bei der Vergabe der reservierten Presseplätze türkische Medien leer ausgingen. Das Gericht hatte die 50 Plätze nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Die türkische Zeitung „Sabah“ hatte am Mittwoch eine Verfassungsbeschwerde gegen die Vergabe der Journalistenplätze angekündigt. Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beginnt am 17. April vor dem Oberlandesgericht München. Acht der zehn mutmaßlichen NSU-Opfer haben türkische Wurzeln.

dpa

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