Kurz vor ihrer angekündigten Aussage

NSU-Prozess: Beate Zschäpe erlitt Nervenzusammenbruch

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Die Angeklagte Beate Zschäpe.

München - Beate Zschäpe, die Hauptangeklagte im NSU-Prozess in München, hat offenbar einen Nervenzusammenbruch erlitten. Kurz vor einer angekündigten Aussage von Zschäpe, hat die 40-Jährige demnach schwere gesundheitliche Probleme.

Am Montag wurde bekannt, dass somit die für Mittwoch angekündigte Aussage Zschäpes unter Umständen in Frage steht. Nachdem die Hauptangeklagte im NSU-Prozess die letzten vier Jahre eisern geschwiegen hat, wird ihre Aussage mit Hochspannung erwartet.    

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe steht psychisch offenbar unter großem Druck. Das sagte ihr Verteidiger Mathias Grasel am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es habe „Vorfälle“ in der Untersuchungshaft gegeben, über die er im einzelnen aber keine Auskunft geben wolle. Die „Bild“-Zeitung meldete, Zschäpe habe einen „Nervenzusammenbruch“ erlitten, was Grasel aber nicht bestätigte.

Die für diesen Mittwoch geplante Aussage Zschäpes vor dem Oberlandesgericht München sei nicht in Gefahr, sagte Grasel. Er sei mit seiner Mandantin „übereingekommen, dass wir das jetzt hinter uns bringen möchten“.

Zschäpe will demnach vier Jahre nach ihrer Festnahme und zweieinhalb Jahre nach Beginn des NSU-Prozesses ihr Schweigen brechen. Bisher hatte sie sich nicht zu der Anklage geäußert und im Prozess jede Aussage verweigert.

js/dpa

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