Zeuge stand selbst unter Verdacht

NSU-Prozess: Weiß Zeuge mehr als ausgesagt? 

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Der Zeuge Andreas T. soll mehr von dem Mord in einem Elektroladen in Kassel mitbekommen haben, als er bislang angab. 

München - Andreas T., ehemaliger Verfassungsschützer, hat möglicherweise mehr von dem NSU-Mord an Halit Yozgat aus Kassel mitbekommen, als er vor Gericht gesagt hat.

Im NSU-Prozess gibt es Diskussionen um die Vernehmung eines ehemaligen Verfassungsschützers. Dieser - Andreas T. - hat möglicherweise mehr vom Mord an Halit Yozgat in Kassel mitbekommen, als er bisher vor Gericht gesagt hat.

Opferanwälte beantragten am Mittwoch, vor seiner Vernehmung zwei weitere Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz zu hören.

Aus Mitschriften einer Telefonüberwachung ergebe sich, dass T. innerhalb des Verfassungsschutzes mehr über den Mord gesagt habe als gegenüber der Polizei und vor Gericht, sagte Nebenklage-Anwalt Alexander Kienzle.

Der Verfassungsschützer saß 2006 im hinteren Raum eines Internet-Cafés in Kassel, als die Terroristen dort den 21-jährigen Halit Yozgat ermordeten. Das war Anlass für Spekulationen - T. hatte sich nicht als Zeuge bei der Polizei gemeldet und kurz vor der Tat mit einem Informanten aus der rechten Szene telefoniert.

T. war nach dem Mord selbst unter Tatverdacht geraten und saß in Untersuchungshaft. Das Verfahren wurde aber eingestellt - es gibt keinen Anhaltspunkt, dass er an der Tat beteiligt sein könnte. Große Zweifel bestehen aber an seiner Behauptung, er habe von der Tat nichts mitbekommen.

dpa

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