Oberlandesgericht

NSU-Prozess: Staatsanwalt soll über angeklagte Helfer aussagen

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Der Angeklagte Holger G. hat am 05.02.2014 im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München.

München - Welche Rolle hatten Carsten S. und Holger G. für den Nationalsozialistischen Untergrund? Dazu sagt am Mittwoch ein Hamburger Staatsanwalt aus.

Im Münchner NSU-Prozess soll am Mittwoch ein Staatsanwalt aus Hamburg als Zeuge aussagen. Dabei geht es um die Rolle der wegen Unterstützung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ angeklagten Carsten S. und Holger G., teilte das Oberlandesgericht München im Vorfeld mit. Beide sollen den mutmaßlichen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Waffen nach Chemnitz gebracht haben, wo sich das NSU-Trio nach seinem Verschwinden aus Jena versteckte.

Carsten S. und Holger G. hatten als einzige der fünf Angeklagten im NSU-Prozess von Anfang an ausgesagt und dabei auch den mitangeklagten Ralf Wohlleben belastet. In dessen Auftrag sollen sie dem NSU-Trio geholfen haben. Wohlleben wird von der Bundesanwaltschaft nicht nur als möglicher Waffenbeschaffer gesehen, sondern als „steuernde Zentralfigur“ des NSU bezeichnet.

Hauptangeklagte in dem Mammutprozess ist Beate Zschäpe. Sie ist die einzige Überlebende des NSU-Trios und muss sich als mutmaßliche Mittäterin für alle Verbrechen der Gruppe verantworten. Zschäpe wie Wohlleben sitzen seit dem Auffliegen des NSU im November 2011 in U-Haft.

dpa

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