NSU-Prozess

Zähe Vernehmung von Zschäpe-Bekanntem

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Beate Zschäpe

München - Im NSU-Prozess hat das Gericht in einer zähen Vernehmung versucht, das rechtsextreme Umfeld des späteren Terror-Trios in Jena auszuleuchten. Dazu wurde ein Zeuge zum dritten Mal vernommen.

Im NSU-Prozess hat das Gericht in einer weiteren, äußerst zähen Vernehmung versucht, das rechtsextreme Umfeld des späteren Terror-Trios in Jena auszuleuchten. Dazu musste der Thüringer Rechtsextremist André Kapke zum dritten Mal als Zeuge dem Gericht Rede und Antwort stehen. Der 38-Jährige war in den 90er Jahren eine der führenden Personen der Jenaer Neonazi-Szene und hatte unter anderem Kontakt zu Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.

Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl hielt Kapke unter anderem das Brettspiel „Pogromly“ vor. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe hatten laut Anklage das Spiel mit antisemitischen und NS-verherrlichenden Inhalten gestaltet. Erstmals präsentierte Götzl das in Anlehnung an „Monopoly“ gestaltete Spielbrett im Prozess. Kapke gab zu, dass er „Pogromly“ gespielt hatte. „Ja, das wird's schon sein. Detailliert kann ich das nicht mehr sagen.“

Anwälte der Nebenklage versuchten, Kapke nach Verbindungen zur rechten Szene zu fragen. Sie hielten ihm Namen von Rechtsextremisten vor, auch von Bands, die auf Veranstaltungen aufgetreten waren, die Kapke mit organisiert hatte. Die Befragung war wenig ergiebig: Immer wieder sagte Kapke, er könne sich an nichts erinnern.

dpa

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