50. Jahrestag des Attentats

Obama legt Kranz am Grab von JFK nieder

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Barack Obama am Grab von John F. Kennedy.

Washington - Für die Amerikaner ist „JFK“ bis heute ein Held. Die tödlichen Schüsse in Dallas stürzten die USA in tiefe Trauer. Zum 50. Jahrestag des Attentats erinnert Barack Obama an den beliebten US-Präsidenten.

Fast genau 50 Jahre nach dem Attentat auf John F. Kennedy hat US-Präsident Barack Obama einen Kranz am Grab des ermordeten Staatschefs niedergelegt. Gemeinsam mit Ex-Präsident Bill Clinton, seiner Frau Michelle und Mitgliedern der Kennedy-Familie erschien Obama am Mittwoch auf dem Nationalfriedhof Arlington in der Nähe von Washington.

Bei strahlendem Sonnenschein tauschte Obama sich mit Angehörigen der Familie aus. Darunter war unter anderem Kennedys Enkel John Schlossberg. Dessen Mutter Caroline Kennedy, die Tochter von „JFK“, war nicht anwesend. Als neue US-Botschafterin in Japan setzt sie die politische Tradition des Clans fort. Am Dienstag wurde sie von Tausenden Japanern in Tokio empfangen.

Die Kranzniederlegung in Arlington war Teil einer Reihe von Gedenkveranstaltungen zum 50. Jahrestag des Kennedy-Attentats. Rund 5000 Menschen werden am Freitag in Dallas im US-Staat Texas erwartet, um am Dealey Plaza an einer Gedenkfeier zu Ehren Kennedys teilzunehmen.

So funktioniert der amerikanische Kongress

Der Kongress ist das oberste Gesetzgebungsorgan der Vereinigten Staaten. Er besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat © dpa
Sitz ist das Kapitol in Washington. © dpa
Im Senat ist jeder der 50 Einzelstaaten unabhängig von Größe und Bevölkerungszahl mit je zwei auf sechs Jahre gewählten Mitgliedern vertreten. © dpa
Jeweils ein Drittel der 100 Senatoren wird alle zwei Jahre nach dem Mehrheitswahlsystem neu gewählt. © dpa
Wer Senator werden will, muss mindestens 30 Jahre alt sein, wenigstens neun Jahre die US-Staatsbürgerschaft besitzen und einen Wohnsitz in dem Staat haben, für den er in das Oberhaus einziehen will. Neu-Senator Marco Rubio (Republikaner) aus Florida ist 39 Jahre alt. © dpa
Vorsitzender des Senats ist der Vizepräsident. Derzeit ist es Joe Biden (hinten) von den Demokraten. Der Vizepräsident entscheidet bei einem Patt von 50 zu 50. © dpa
Dem Repräsentantenhaus gehören 435 Abgeordnete an, die wenigstens 25 Jahre alt und mindestens sieben Jahre US-Bürger sein müssen. © dpa
Die Kammer wird alle zwei Jahre nach dem Mehrheitssystem neu gewählt. Die Staaten sind entsprechend ihrer Bevölkerungszahl unterschiedlich stark vertreten. © dpa
Jeder Staat entsendet jedoch mindestens einen Abgeordneten. © dpa
Die parlamentarische Arbeit spielt sich im Zusammenwirken von Repräsentantenhaus und Senat ab, wobei der Kongress als Ganzes laut Verfassung Gegenspieler der Regierung ist. Foto: Deabtte zur Gesundheitsreform. © 
Alle Gesetze bedürfen der Zustimmung beider Kammern. © dpa
Der Präsident (Hier: Barack Obama) kann ein Veto gegen die vom Kongress verabschiedeten Gesetze einlegen, das jedoch von beiden Häusern mit Zweidrittelmehrheit überstimmt werden kann. © dpa
In der Außenpolitik (Foto: US-Soldaten in Afghanistan) spielt der Senat eine besondere Rolle: Völkerrechtliche Verträge können nur in Kraft treten, wenn sie von den Senatoren mit Zweidrittelmehrheit ratifiziert werden. © dpa
Ein weiteres Sonderrecht besteht darin, dass der Präsident ohne Zustimmung des Senats keine höheren Beamten und Offiziere ernennen kann. Das Foto zeigt den Afghanistan-Oberbefehlshaber General David Petraeus bei seiner Anhörung vor dem Senat.  © dpa
Auch die Minister müssen vom Senat bestätigt werden. Foto: Außenministerin Hillary Clinton bei ihrer Anhörung vor dem Senat. © dpa
Die Lage des Kapitols hat George Washington, der erste US-Präsident, selbst bestimmt. © dpa
Mit dem Bau wurde 1793 begonnen, 1800 tagte der Kongress dann erstmals in dem Gebäude. © dpa

Am Mittwoch hatte Obama zudem an 16 Menschen die Freiheitsmedaille verliehen. John F. Kennedy erneuerte diese vor 50 Jahren als höchste zivile Auszeichnung der USA, nachdem Harry Truman sie für US-Verbündete im Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen hatte.

Bis heute gilt „JFK“ als einer der beliebtesten US-Politiker aller Zeiten. Politisch war er Historikern zufolge allerdings längst nicht die Lichtgestalt, zu der die amerikanische Gesellschaft ihn über die Jahrzehnte erklärt hat. Während seiner kurzen Amtszeit weitete sich der Vietnam-Krieg aus, die Invasion der Schweinebucht zum Sturz des Revolutionsführers Fidel Castro missglückte, die Berliner Mauer wurde gebaut und die Kuba-Krise führte fast zu einem Atomkrieg. Auch innenpolitisch hatte Kennedy bis zum Attentat am 22. November 1963 in Dallas, Texas wenig vorzuweisen. Doch der tragische Tod des charismatischen Präsidenten wurde in den USA zur nationalen Tragödie.

dpa

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