Obama untermauert US-Führungsanspruch im Pazifikraum

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US-Präsident Obama nutzt erneut einen Besuch in Australien, um Amerika als "Pazifikmacht" zu positionieren. Foto: Dan Peled

Brisbane (dpa) - US-Präsident Barack Obama untermauert mit Nachdruck den amerikanischen Führungsanspruch in der asiatisch-pazifischen Region.

"Wir werden unser Engagement stetig und bewusst mit allen Elementen unserer Macht vertiefen", sagte er am Samstag in einer Rede vor Studenten am Rande des G20-Gipfels in Brisbane. Dazu sollten diplomatische, militärische und ökonomische Mittel dienen sowie Entwicklungshilfe und "die Kraft unserer Werte".

Zweifel an der Standfestigkeit der USA bei dieser strategischen Neuausrichtung seien nicht angebracht, sagte Obama. Sie "wird immer ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Außenpolitik bleiben." Als konkrete Maßnahmen nannte er eine größere Truppenpräsenz in Südostasien, darunter auch in Singapur, und mehr Kooperation mit Südkorea, Australien und den Philippinen in Sicherheitsfragen. "Die USA sind eine pazifische Macht und werden immer eine bleiben."

Obama hatte schon vor fast exakt drei Jahren in einer Rede vor dem Parlament in der australischen Hauptstadt Canberra eine deutlich größere US-Rolle in der Region ankündigt. Seitdem folgten aber kaum Taten. Das Weiße Haus habe sich zu sehr von anderen Krisen in der Welt und innenpolitischen Problemen ablenken lassen, wurde kritisiert.

Bei einem Staatsbesuch in Peking vor einigen Tagen hatte der Präsident zurückgewiesen, dass die Neuausrichtung den Zweck habe, das immer mächtiger werdende China einzudämmen. Ihm gehe es darum, der ganzen Region zu mehr Wohlstand und Stabilität zu verhelfen, erklärte Obama jetzt in Brisbane. "Wir sprechen nicht nur darüber. Wir investieren in diese Vision."

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