Obama will Debatte über Russlands Syrien-Vorschläge

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US-Präsident Barack Obama will den russischen Syrien-Vorstoß bei der UN auf den Tisch bringen.

Washington - US-Präsident Barack Obama hat den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, den russischen Vorschlag zur Kontrolle über syrische Chemiewaffen zu prüfen.

Das sagte ein Mitarbeiter der US-Regierung am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Obama habe zuvor mit Frankreichs Präsident François Hollande und dem britischen Premier David Cameron telefoniert. Die Politiker hätten sich darauf verständigt, in dieser Frage mit den anderen Vetomächten im Weltsicherheitsrat, Russland und China, zu kooperieren.

Gemeinsam solle man ernsthaft prüfen, wie realistisch der russische Vorschlag sei. Russland hatte das verbündete syrische Regime aufgefordert, sämtliche Giftgasvorräte unter internationale Kontrolle zu stellen und so dessen vollständige Vernichtung zu ermöglichen.

Der UN-Sicherheitsrat sollte am Dienstag tagen, allerdings zur Lage in Liberia. Beobachter schlossen nicht aus, dass der Syrien-Konflikt im Anschluss besprochen werden könnte.

Die USA sehen es als erwiesen an, dass das syrische Regime Mitte August mehr als 1400 Menschen bei Damaskus mit Giftgas getötet hat. Die US-Regierung plante bislang, Assad dafür militärisch zu bestrafen.

Obama stellte zu Wochenbeginn aber eine Abkehr von einem Militärschlag in Aussicht. Er würde einen Angriff „absolut“ auf Eis legen, wenn das Regime von Machthaber Baschar al-Assad seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stelle, sagte er in Interviews. Am frühen Mittwochmorgen (MESZ) will Obama sich in einer Lage zur Rede der Nation zum Syrien-Konflikt äußern.

dpa

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

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