Occupy-Aktivisten halten Mahnwache neben geräumtem Camp

Frankfurt. Nach der Räumung des Frankfurter Occupy-Camps wollen Aktivisten der Bewegung zunächst bis Mittwoch vor der Europäischen Zentralbank (EKZ) eine Mahnwache halten.

Nachdem ihr Zeltlager in den Grünanlagen am Montag aufgelöst worden war, verbrachten einige Kapitalismuskritiker die Nacht auf dem benachbarten Willy Brandt-Platz. Polizisten bewachten das geräumte Areal.

Nach rund zehn Monaten hatte die Stadt das Camp räumen lassen. Die Aktion verlief gewaltfrei, Festnahmen gab es nach Angaben der Polizei nicht. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hatte zuvor einen Eilantrag der Aktivisten gegen ein Verbot der Stadt zurückgewiesen.

Ob Occupy gegen die Entscheidung des Gerichts vor den hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel zieht, war am Dienstag noch nicht klar. "Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen", sagte eine Occupy-Vertreterin. Die Räumung sei zwar erwartet worden, aber nicht so plötzlich.

Die beiden von den Aktivisten vorgeschlagenen Mediatoren im Konflikt um das Camp, der Marburger Sozialethiker Wolfgang Nethövel und der Rüsselsheimer Richter Harald Walther, äußerten Bedauern über die Räumung. Der Streit sei weder politisch noch juristisch abschließend geklärt. "Wir stehen nach wie vor bereit", sagte Nethövel. (dpa)

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