Antrittsbesuch bei der EU

Österreichs Kanzler ganz volksnah: Kurz fliegt Holzklasse nach Brüssel

Gleich mehrere positive Auftritte lassen aufatmen. Österreichs neuer Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigt sich auf dem Weg nach Brüssel volksnah und bei der EU europafreundlich.

Sebastian Kurz regiert in einer rechts-konservativen Koalition künftig Österreich. Eines machte der 31-Jährige aber gleich deutlich: Er sucht die Nähe zu Europa, will in der EU mitgestalten.

Und noch etwas bleibt von Kurz‘ erstem Besuch in Brüssel hängen. Zu seinem Flug schlenderte das jüngste Staatsoberhaupt der Welt ganz unaufgeregt über den Wiener Flughafen zum Check-in. Beim Linienflug zu seiner Antrittsreise mit der „Austrian Airlines“ staunten die Fluggäste dann nicht schlecht. Der Bundeskanzler Kurz saß sogar ganz brav in der Economy Class, berichtet die Bild.

Bundeskanzler Sebastian Kurz am Check-in am Wiener Flughafen.

In Brüssel angekommen sorgte Kurz gleich für Entspannung. Österreich wolle nach seinen Worten bestehende Spannungen zwischen östlichen und westlichen EU-Ländern entschärfen. „Wir wollen mithelfen, Krisen die es gibt, gemeinsam zu überwinden“, sagte Kurz nach einem Treffen mit dem Europaparlamentspräsidenten Antonio Tajani am Mittwoch in Brüssel. Dazu zähle zum Beispiel die Migrationsfrage.

Zwischen der großen Mehrzahl der EU-Staaten und vor allem Ungarn sowie Polen herrscht seit gut zwei Jahren Streit über das Prinzip der Flüchtlingsverteilung in Europa. Die Staaten hatten in der Hochphase der Flüchtlingskrise 2015 mehrheitlich die Verteilung von bis zu 120.000 Flüchtlingen beschlossen. Damit sollten vor allem die überlasteten Ankunftsländer Italien und Griechenland entlastet werden. Ungarn ging gegen die Entscheidung gerichtlich vor.

In Brüssel versprach Kurz EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen pro-europäischen Kurs.

Kurz will, dass die EU in großen Fragen stärker werde, und sich in kleineren Fragen, in denen Staaten oder Regionen entscheiden könnten, mehr zurücknehme. Zudem wolle Österreich einen proaktiven Beitrag im Kampf gegen illegale Migration leisten. „Nur dann gelingt es, dass Europa ohne Grenzen nach innen weiter eine Selbstverständlichkeit ist.“

mke, dpa / Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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