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„Unser größtes Pfund“: Scholz ruft in Neujahrsansprache zu Zusammenhalt auf

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Von: Yannick Hanke

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sitzt bei der Aufzeichnung der Neujahrsansprache im Kanzleramt.
In der traditionellen Neujahrsansprache des Bundeskanzlers blickt Olaf Scholz (SPD) auf das vom Ukraine-Krieg geprägte Jahr 2022 zurück – und lobt den großen Zusammenhalt. © Michael Kappeler/dpa

In der traditionellen Neujahrsansprache ermuntert Kanzler Olaf Scholz trotz Ukraine-Krieg zu Zuversicht und Zusammenhalt. Stärke zeigen, sei wichtig.

Berlin – Die diesjährige Neujahrsansprache vom Bundeskanzler, die am Samstag, 31. Dezember 2022, um 18:00 Uhr im TV ausgestrahlt wird, steht ganz im Zeichen des Ukraine-Kriegs. Olaf Scholz (SPD), seit etwas mehr als einem Jahr in Amt und Würden, blickt auf den von Russlands Präsidenten Wladimir Putin geführten Krieg zurück. Lobende Worte findet der Sozialdemokrat für den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft. Auch, wenn es schwer sei und die Auswirkungen der russischen Invasion nahezu überall spürbar seien.

Neujahrsansprache von Olaf Scholz (SPD): Bundeskanzler ruft inmitten des Ukraine-Kriegs zu Zuversicht und Tatkraft auf

In seiner Neujahrsansprache ruft Bundeskanzler Olaf Scholz die Menschen in Deutschland dazu auf, mit Zuversicht und Tatkraft in das neue Jahr zu gehen. Das eigene Land, aber auch die Europäische Union (EU) und die Nato hätten vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs Zusammenhalt und Stärke demonstriert, berichtet die Kreiszeitung.

In Bezug auf Deutschland spricht Scholz von einem „starken Land“. Einem Land, „das mit Tatkraft und Tempo an einer guten, sicheren Zukunft arbeitet. Ein Land, das sich unterhakt, gerade in schweren Zeiten. Ein Land, in dem wir niemanden zurücklassen –  egal, ob in der Stadt oder auf dem Land, ob alt oder jung, ob gut situiert oder weniger wohlhabend, ob hier geboren oder erst später hierhergekommen“, so der Kanzler.

Ausstrahlung der Neujahrsansprache: Text von Olaf Scholz steht im Zeichen des Ukraine-Kriegs

Mit Blick auf 2022 weiß Scholz in der Ausstrahlung von einem „schweren Jahr“ zu sprechen, das nun zu Ende geht. Damit spielt der Kanzler natürlich auf den Ukraine-Krieg und dessen unmittelbaren Folgen an. „In keinem Jahresrückblick fehlen die Bilder des 24. Februar, als im Morgengrauen die ersten russischen Raketen in Kiew, Charkiw, Odessa und anderen ukrainischen Städten einschlugen“, heißt es dann auch von Scholz.

Putin führt einen imperialistischen Angriffskrieg, mitten in Europa“, so der Kanzler weiter. Und diese Zeitenwende sei eine harte Probe. Viele Menschen würden sich aufgrund des Ukraine-Kriegs Sorgen machen. Was dem Sozialdemokraten wichtig ist, zu betonen: „Wir fühlen mit den Ukrainerinnen und Ukrainern, die selbst an Tagen wie heute keine Ruhe haben vor den russischen Bomben und Raketen“.

„Weil wir uns nicht erpressen lassen“: Scholz sieht ein Deutschland, das wegen Gas nicht vor Russland eingeknickt ist

Auch in Deutschland würde man natürlich die Folgen von Russlands Invasion im Alltag spüren. Und zwar „beim Einkaufen im Supermarkt, an der Tankstelle oder wenn wir die Strom- oder Gasrechnung bezahlen“. Nichtsdestotrotz wäre 2022 aber nicht nur von Krieg, Leid und Sorgen bestimmt worden. Wladimir Putin hätte die Ukraine nämlich nicht in wenigen Tagen überrannt, wie er es geplant hatte. Die Ukrainer würden ihr Land tapfer verteidigen, und das auch dank Hilfe aus Deutschland. Man wolle die Ukraine dementsprechend auch weiter unterstützen.

Wichtig ist laut Scholz auch, dass die EU und die Nato nicht gespalten seien. Vielmehr sei man so geeint wie lange nicht. Positiv erwähnt der Kanzler auch, dass Deutschland nicht eingeknickt sei, als Russland im Sommer den Gashahn zugedreht habe. Und das aus einfachem Grund: „Weil wir uns nicht erpressen lassen!“ Vielmehr würde die Geschichte von 2022 also von Zusammenhalt, Stärke und auch von Zuversicht handeln.

„Unser Zusammenhalt ist unser größtes Pfund“: Scholz verbreitet in Neujahrsansprache Optimismus

In diesem Kontext spricht Scholz auch von den 29 Millionen Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagierten, sowie an das überwältigende Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft, mit denen viele den Geflüchteten aus der Ukraine begegnet seien. Doch bedankt sich der Kanzler auch bei denjenigen, die sich für Sicherheit einsetzen: Polizei, Bundeswehr, den Feuerwehren und den Rettungsdiensten.

Lob entfährt Scholz aber auch in Richtung der eigenen Regierung. Damit alle mit gestiegenen Preisen zurechtkommen könnten, seien im vergangenen Jahr große Entlastungspakete geschnürt worden. „Unser Zusammenhalt ist unser größtes Pfund“, heißt es in diesem Kontext in der Neujahrsansprache von Olaf Scholz. (yaha/dpa)

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