Oppermann fordert Radikalreform des BND

+
SPD-Fraktionschef Oppermann: "Der BND muss offensichtlich von Grund auf reformiert werden." Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Berlin (dpa) - SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann fordert angesichts der Berichte über Spitzeltätigkeiten des BND in befreundeten Ländern einen radikalen Umbau des Auslandsgeheimdienstes.

"Der BND muss offensichtlich von Grund auf reformiert werden", sagte Oppermann der "Stuttgarter Zeitung". "Als wir von der massenhaften Ausspähung der NSA in Deutschland erfuhren, waren wir alle empört", so der SPD-Politiker. "Jetzt kommt heraus, dass der BND, entgegen aller Beteuerungen, selbst Freunde ausgespäht haben soll. Es macht mich fassungslos, dass wir das erst jetzt erfahren."

Die Geheimdienstkontrolleure des Bundestags wollen die Affäre um mögliche Datenspionage des Bundesnachrichtendienstes bei befreundeten Staaten rasch aufklären. Die Affäre war ans Licht gekommen, nachdem die Bundesregierung dem Parlamentarischen Kontrollgremium am Mittwoch mitgeteilt hatte, dass es auch beim BND problematische Selektoren gegeben hat, die bis Ende 2013 im Einsatz waren.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.