Nach Angriff in Berlin

Oppermann: Judentum gehört zu Deutschland

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Thomas Oppermann: "Das Judentum gehört zu Deutschland. Wer das nicht akzeptiert, hat hier nichts verloren". Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlin (dpa) - Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann hat die jüngste Attacke auf zwei Kippa tragende junge Männer in Berlin scharf verurteilt. "Das Judentum gehört zu Deutschland. Wer das nicht akzeptiert, hat hier nichts verloren", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Es muss klar sein: Für Antisemitismus gibt es keinen Platz in Deutschland", so Oppermann.

Ein junger Israeli, der nach eigenen Angaben nicht jüdischen Glaubens ist, und sein deutscher Freund waren am Dienstag im bürgerlichen Stadtteil Prenzlauer Berg von drei Männern beschimpft worden. Beide trugen die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Der Israeli wurde dann von einem der Männer dreimal mit einem Gürtel geschlagen und auf Arabisch als "jüdischer Bastard" beschimpft. Er selbst filmte den Angriff mit seinem Handy. Die Polizei bestätigte den Vorfall.

Oppermann sagte dazu: "Das ist ein gravierender Vorfall und leider kein Einzelfall." Der Gefahr eines durch Zuwanderung erstarkenden Antisemitismus müsse die gleiche hohe Aufmerksamkeit zuteil werden wie dem bestehenden Antisemitismus in Deutschland. Einheimische müssten wie Einwanderer die Rechte Andersgläubiger respektieren. "Viele arabische Jugendliche wachsen in einer anti-israelischen Grundstimmung auf und Rechtsextreme relativieren den Holocaust", monierte Oppermann.

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