Opposition fordert Aufklärung über Neonazi-Verbindungen

Hannover. Grüne und Linke im Landtag in Hannover fordern Aufklärung über Verbindungen des Zwickauer Neonazi-Trios nach Niedersachsen. Akteneinsicht in Unterlagen des Verfassungsschutzes zur Observation des mutmaßlichen niedersächsischen Unterstützers des Trios, Holger G., sei bereits beantragt.

„Wir erwarten jetzt von der Landesregierung, dass sie diese Akten zügig dem Landtag übermittelt“, sagte der rechtspolitische Sprecher der Grünen, Helge Limburg, am Mittwoch in Hannover. Die Linksfraktion will zudem mit einer Anfrage die Praxis der Einordnung von Todesopfern neonazistischer Gewalt in Niedersachsen seit 1990 hinterfragen.

Die Grünen fragen auch, warum Holger G. seit 2004 nicht mehr beobachtet worden ist. Der Mann soll dem Trio unter anderem bei der Waffenbeschaffung geholfen haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Auf das Konto der Terrorzelle gehen mindestens zehn Morde.

Für die Linken erklärte deren innenpolitische Sprecherin Pia Zimmermann nach Fraktionsangaben, die Behörden seien gefordert, neue Bewertungen vorzunehmen. Im Fokus stünden vor allem Fälle von Tötungsdelikten, die nicht in Statistiken auftauchten. (dpa)

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