Pakistan verweist Kinderhilfsorganisation des Landes

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Ein Sicherheitsbeamter vor dem geschlossenen Büro von "Save the Children" in Islamabad. Foto: Sohail Shahzad

Islamabad/Washington (dpa) - Pakistan hat Save the Children staatsfeindliche Aktivitäten vorgeworfen und die ausländischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation zur Ausreise binnen 15 Tagen aufgefordert.

"Wir haben verschiedene internationale und nationale Nichtregierungsorganisationen überprüft, und dabei kam heraus, dass Save the Children den Interessen Pakistans zuwider arbeitet", sagte ein Vertreter des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

In der Hauptstadt Islamabad war das Büro der Organisation bereits am späten Donnerstagabend geschlossen worden. Save the Children gab an, über diese Maßnahme vorab nicht informiert worden zu sein. Das US-Außenministerium zeigte sich wegen des Vorgehens beunruhigt.

Save the Children war 2011 ins Visier der pakistanischen Behörden geraten. Damals war ein Arzt festgenommen worden, weil er an einer vorgetäuschten Anti-Polio-Kampagne beteiligt gewesen sein soll, die der US-Geheimdienst CIA auf der Suche nach Al-Kaida-Chef Osama bin Laden initiiert haben soll. Save the Children hatte jedwede Verbindung zu dem Arzt oder der CIA bestritten. Pakistanischen Regierungsvertretern zufolge stehen Nichtregierungsorganisationen seit dem Vorfall unter besonderer Beobachtung.

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