Papandreou erklärt Rücktritt

Athen - Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat seinen Rücktritt angekündigt. In einer TV-Ansprache sagte der sozialistische Regierungschef, Griechenland werde eine Regierung der nationalen Einheit erhalten.

In Athen haben sich die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Giorgos Papandreou und die Opposition unter Führung von Antonis Samaras auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Das teilte Papandreou am Mittwoch vor seinem Treffen mit Staatspräsident Karolos Papoulias mit, bei dem er voraussichtlich offiziell zurücktreten wird.

“Heute schließen sich die wichtigsten politischen Kräfte zusammen, um den Bürgern Griechenlands zu garantieren, dass wir in den kommenden Monaten tun werden, was immer nötig ist, um nicht nur den Platz des Landes (in der Eurozone) zu sichern und die Entscheidungen (zur Bekämpfung der griechischen Schuldenkrise) umzusetzen, (...) sondern auch von seinen großen Vorteilen Gebrauch zu machen“, sagte Papandreou in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.

Papandreou wünscht seinem Nachfolger alles Gute

Es übernehme jetzt “eine Regierung der politischen Kräfte“, die “über Parteien und persönliche Neigungen hinausgeht“, sagte der noch amtierende Regierungschef. “Wir werden die notwendigen Schritte in nationaler Einheit gemeinsam gehen. Um die Umsetzung von Entscheidungen zu sichern, die unserem Land Sicherheit in besonders unruhigen Zeiten bieten.“

Er wünsche seinem Nachfolger im Ministerpräsidentenamt alles Gute, sagte der 59-jährige Papandreou. Wer seine Nachfolge antreten wird, sagte er aber nicht. Aus Kreisen der beiden Großparteien verlautete, dass neben dem Favoriten für den Posten des Ministerpräsidenten - dem früheren Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos - ein weiterer Kandidat in der engeren Auswahl stehe: der derzeitige Parlamentspräsident und frühere Minister Philippos Petsalnikos.

Über die Regelung seines Nachfolgers sagte Papandreou: “Ich glaube, dass die Wahl die wir getroffen haben, in Einklang mit den Institutionen steht und die demokratischen Institutionen unterstützen wird.“

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.