Kirchenoberhaupt für nukleare Abrüstung

Papst befürchtet Atom-Krieg - „Ein Zwischenfall wird reichen“

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Papst Franziskus beginnt Reise nach Chile und Peru

Auf dem Flug von Rom nach Santiago de Chile hat Papst Franziskus Furcht vor einem Atomkrieg geäußert. „Ja, ich habe wirklich Angst“, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa das katholische Kirchenoberhaupt am Montag an Bord des Papstfliegers.

Rom/Santiago de Chile - „Wir sind am Limit. Ein Zwischenfall wird reichen, um einen Krieg zu entfesseln. Deshalb müssen wir die Waffen zerstören und uns für die nukleare Abrüstung einsetzen.“

Der Papst hatte vor dem Abflug ein Foto an die Journalisten verteilt, das 1945 im japanischen Nagasaki nach dem Abwurf einer Atombombe durch die USA entstanden ist. Darauf zu sehen ist ein Junge, der seinen toten Bruder auf dem Rücken zu Grabe trägt - nach den Worten von Franziskus „die Frucht des Krieges“. Der Argentinier hatte angesichts der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea im Atomkonflikt Abrüstung gefordert.

Angesichts des mehr als 15 Stunden langen Fluges nach Chile sagte der Papst laut Ansa: „Wir werden Zeit haben, um uns auszuruhen, zu arbeiten, für viele Dinge.“ Ungeachtet mehrerer Brandanschläge auf Kirchen in Santiago sagte Franziskus, die Reise nach Chile werde nicht ganz so schwierig werden, weil er dort studiert habe. „Ich habe dort viele Freunde, ich kenne es gut. Peru hingegen kenne ich weniger.“

dpa

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