Papst Franziskus spricht vor europäischen Institutionen

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Begegnungen mit Straßburgern sind während des Kurzbesuch des Papstes nicht vorgesehen. Foto: Sven Hoppe/Archiv

Straßburg (dpa) - Papst Franziskus spricht in Straßburg vor dem Europaparlament und anschließend vor dem Europarat. Der Argentinier dürfte vor den Europapolitikern sensible Themen wie die Solidarität mit Migranten und den Konflikt in der Ukraine ansprechen.

Nach der Rede vor den Parlamentariern der 28 EU-Länder wendet er sich anschließend an die Vertreter der 47 Länder des Europarates. Zu ihnen gehören auch Russland und die Ukraine.

Der knapp vierstündige Besuch ist kein pastoraler, sondern ein rein europapolitischer. Im Parlament empfängt Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) das Oberhaupt der katholischen Kirche mit allen protokollarischen Ehren. Die Fahnen des Vatikans und Europas vor dem Haupteingang werden gehisst, Musiker des Eurocorps spielen die Hymnen des Vatikans und Europas, und der Papst trägt sich in das goldene Buch der Volksvertretung ein.

Begegnungen mit Straßburgern oder eine Besichtigung des Münsters sind nicht vorgesehen. Als Trost für Schaulustige werden die Reden des Papstes auf Leinwänden im Münster übertragen. Die Bürger dürften den Papst auch auf der Fahrt vom Flughafen bis in die Stadt kaum zu Gesicht bekommen. Die Autobahn und das Europaviertel werden weiträumig abgesperrt. Etwa 1000 Polizeibeamte sorgen für Sicherheit.

Auch für die Medien ist der Besuch ein Großereignis: Etwa 900 Journalisten haben sich zur Berichterstattung über diesen Kurzbesuch angemeldet.

Zuletzt hatte mit Johannes Paul II. vor 26 Jahre ein Papst Straßburg besucht, ein Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer. Ein Frankreich-Besuch von Papst Franziskus steht für 2015 auf dem Programm.

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