Parteien plakatieren gemeinsam gegen AfD

Sieht seine Partei diskriminiert: Peter Münch (AfD).

Gießen. In der mittelhessischen Stadt Gießen hat der Kommunalwahlkampf eine besondere Schärfe bekommen. Dort machen CDU, SPD, Grüne, FDP und Freie Wähler gemeinsame Sache - gegen die AfD.

Auf 150 Plakaten, die man aufhängen will, appellieren sie an die Gießener: „Wählen gehen, Demokratie stärken“. Damit will das Quintett nicht nur gegen Wahlmüdigkeit angehen, sondern sich auch gegen Hetze und Ausländerfeindlichkeit wenden.

„Es ist unerträglich, was seit Wochen in den sozialen Medien und auf der Internetseite der Partei veröffentlich wird“, sagte der Plakat-Initiator, der Gießener SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Merz dem hr. Auch der Gießener CDU-Chef Klaus-Peter Möller hält das Plakat mit den Logos der fünf Parteien für erforderlich. In der Flüchtlingsdebatte sei sowohl beim Inhalt als auch beim Tonfall die Grenze erreicht.

Die AfD hält die Plakat-Aktion für überzogen. „So darf man nicht miteinander umgehen“, kritisiert Landessprecher Peter Münch gegenüber unserer Zeitung. Der 55-Jährige, der zwischenzeitlich auch einmal den Republikanern angehörte hatte, meint, dass sich die Altparteien damit vom demokratischen Konsens verabschieden würden.

Zumal die beanstandeten und inzwischen gelöschten Einträge auf der Facebook-Seite des Gießener Kreisverbandes nicht von Mitgliedern stammten. „Dann hätte ich ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet,“ erklärt Münch.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.