Präsident habe auf ganzer Linie versagt

Ryan: Lästerattacke gegen Obama

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Der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Paul Ryan, warf Präsident Barack Obama Versagen auf ganzer Linie vor

Tampa - Der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Paul Ryan, nutzte den Parteitag der Republikaner für eine Lästerattacke gegen Präsident Obama. Die Partei fürchtet vor allem um die Führungsrolle der USA.

Die US-Republikaner wollen nach einem Wahlsieg im Herbst Amerika entschlossen aus der Krise führen. Ihr Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Paul Ryan, versprach, in den nächsten vier Jahre zwölf Millionen Jobs zu schaffen. „Amerika braucht eine Wende“, rief Ryan am Mittwoch dem Parteitag in Tampa (Florida) zu. Eine republikanische Regierung werde mit fairer Besteuerung und einer Reformierung der Vorschriften auf der Seite derer stehen, die Arbeitsplätze schaffen, erklärte der 42-Jährige.

Präsident Barack Obama habe in dieser Hinsicht versagt. Ryan warf dem Demokraten vor, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen Jahre vergeudet, leere Versprechungen gemacht, viel geredet und wenig getan zu haben. „Eine (Wirtschafts)erholung, die versprochen worden ist, ist niemals in Sicht gewesen“, schimpfte der 42-Jährige. Zugleich habe die US-Verschuldung unter Obama Rekordhöhen erreicht. „Und trotzdem, wir hören weiterhin nichts von ihm“, sagte Ryan. Er versprach den Amerikanern deshalb in seiner Rede, die staatliche Ausgaben auf 20 Prozent des Wirtschaftsprodukts zu begrenzen.

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Ryan machte außerdem klar, dass die Republikaner bei einem Wahlsieg die Gesundheitsreform Obamas abschaffen wollen. Sie sei eine Anhäufung von Vorschriften, Forderungen, Steuern, Gebühren und Bußgeldern, „und das hat keinen Platz in einem freien Land“, sagte der 42-Jährige. Obama habe auf der ganzen Linie versagt. „Was im Weißen Haus fehlt, ist Führungskraft.“ Das größte Versagen sei aber das Anwachsen der Staatsschulden. „Wir dürfen kein Geld ausgeben, das wir nicht haben.“

Auf dem Parteitag der US-Republikaner in Tampa nahm Ryan seine Nominierung als Vizekandidat im Rennen um das Weiße Haus offiziell an. Einen Tag zuvor war er formell als Nummer zwei an der Seite von Romney nominiert worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Mehrere Redner forderten am letzten Tag der Convention, die USA müssten wieder eine globale Führungsrolle übernehmen. Die Welt brauche ein starkes Amerika. Präsident Barack Obama habe außenpolitisch versagt.

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Der vor vier Jahren gescheiterte republikanische Präsidentschaftskandidat, John McCain, beklagte eine Abkehr Washingtons von seiner traditionellen Führungsrolle in der Welt. McCain kritisierte den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama unter anderem für die Nennung eines Datums für den Abzug aus Afghanistan und angespannte Beziehungen zu Israel. Der republikanische Herausforderer Romney hingegen wisse, dass Erfolg zu Hause an eine Führungsrolle in der Welt geknüpft sei.

Die ehemalige Außenministerin Condoleezza Rice warnte, die amerikanische Stellung als das erfolgreichste politische und wirtschaftliche Experiment der Geschichte sei in Gefahr. „Frieden kommt durch Stärke.“ Obama warf sie vor, die politische Führungsrolle der USA in der Welt verspielt zu haben. Um das Ansehen zu heben, müssten die Probleme daheim gelöst werden, erklärte sie laut Redetext. Romney sei der Mann, der diese Aufgabe bewältigen könne.

dapd/dpa

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