Nach Bombenmeldung

Air-France-Alarm: Passagier aus Polizeigewahrsam entlassen

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Die Boeing 777 der Air France bei ihrem ungeplanten Zwischenstopp auf dem Flughafen von Mombasa. 

Paris - Der Bombenalarm in einem Air-France-Flugzeug gibt Rätsel auf. Die Passagiere sind inzwischen in Paris gelandet. Zwischenzeitlich rückte einer von ihnen ins Visier der Ermittler.

Der nach dem falschen Bombenalarm an Bord eines Air-France-Flugzeugs in Polizeigewahrsam genommene Passagier ist wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft von Bobigny bei Paris ordnete die Freilassung an, wie die Behörde am Abend mitteilte.

Der 1957 geborene Polizist im Ruhestand war am Morgen bei seiner Ankunft am Flughafen Charles de Gaulle in Gewahrsam genommen worden.

Wie die Staatsanwaltschaft nun erläuterte, hatte er die Besatzung auf den verdächtigen Gegenstand auf der Flugzeugtoilette hingewiesen, der zunächst für eine Bombe gehalten wurde.

Flug AF 463 war in der Nacht zu Sonntag auf dem Weg von Mauritius nach Paris außerplanmäßig in Kenia gelande. An Bord waren 459 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder, die Boeing 777 wurde über die Notrutschen evakuiert.

Das Objekt stellte sich später nach Angaben der Fluggesellschaft als ungefährliche Attrappe aus Kartons und einer Art Küchenwecker heraus. Die Fluggesellschaft erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Seit den Pariser Terroranschlägen vom 13. November waren drei Air-France-Flugzeuge auf dem Weg von den USA nach Frankreich nach anonymen Drohungen umgeleitet worden.

Nach Darstellung von Air-France-Chef Frédéric Gagey war der Gegenstand vor dem Abflug von Mauritius noch nicht hinter dem Spiegel der Toilette deponiert. Das Päckchen enthielt seinen Angaben zufolge keinen Sprengstoff und sei deshalb bei den Kontrollen wohl nicht zu entdecken gewesen. Trotzdem hat die Fluggesellschaft für die nächsten Flüge um zusätzliche Gepäckkontrollen auf Mauritius gebeten.

Die Reisenden und die Crew konnten die kenianische Hafenstadt Mombasa am Sonntagabend verlassen und landeten am Morgen in Paris.

dpa

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