Zu wenig Spezialisten

"Patriot"-Raketen: Abzug aus der Türkei?

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Im April hatten Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt die deutsche "Patriot"-Raketenabwehrstaffel am Rande der türkischen Stadt Kahramanmaras besucht.

Hamburg - Deutschland, die USA und die Niederlande sollen über einen Rückzug ihrer „Patriot“-Abwehrraketen aus der Türkei zum Jahresende nachdenken.

Dieser Abzug sei im Bündnis sondiert worden und werde voraussichtlich beim Nato-Gipfel Anfang September in Wales beschlossen, schreibt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der Abzug werde damit begründet, dass die in der Türkei installierten Abwehrsysteme durch den Abtransport syrischer Chemiewaffen überflüssig geworden seien. Eigentlicher Grund sei jedoch „die mangelnde Durchhaltefähigkeit der niederländischen und deutschen Soldatenkontingente“. In beiden Ländern gebe es nur sehr wenige Spezialisten, die „Patriot“-Batterien bedienen können. Auf lange Sicht ergäben sich dadurch „gravierende Engpässe“.

Die Nato hatte im Dezember 2012 beschlossen, die Abwehrraketen gegen syrische Flugzeuge in den Orten Kahramanmaras, Adana and Gaziantep im Grenzgebiet zu Syrien zu installieren. Seit der Stationierung vom Januar 2013 wurden sie nie eingesetzt.

dpa

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