Zunahme prekärer Jobs

Steinbrück gesteht Fehler bei Agenda 2010 ein

+
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Fehler bei der Agenda 2010 eingestanden. Gleichzeitig verwies er aber auch auf wichtige Signale an das Ausland und warnte vor Parallelgesellschaften.

Der SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück hat Fehler bei der Agenda 2010 eingeräumt. Zumindest teilweise habe sie „Tür und Tor für die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse geöffnet“, sagte Steinbrück am Dienstagabend in Berlin. Es müsse sicher einiges reformiert werden. Die Agenda habe aber nicht zuletzt dem Ausland signalisiert, dass Deutschland veränderungsfähig sei. Er äußerte sich in einem Gespräch mit der Politologin und Präsidentin der Berliner „Humboldt Viadrina School of Governance“, Gesine Schwan.

Zugleich betonte Steinbrück, dass es nicht nur in den unteren Schichten Parallelgesellschaften gebe. Auch in den oberen Schichten gebe es Menschen, die sich von einem Normalbürger-Dasein längst verabschiedet hätten. Er vergleiche die Gesellschaft gerne mit einem Haus, in dem es Penthouse-Wohnungen, aber auch Kellerräume gebe. Den Menschen in den Penthouse-Wohnungen müsse daran gelegen sein, dass sich auch die Wohnungen unter ihnen in einem guten Zustand befänden. Nur dann sei auch für alle ein sicheres Wohnen möglich, so Steinbrück.

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Die Agenda 2010 wurde 2003 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf den Weg gebracht. Ziel war eine Reform von Arbeitsmarkt und Sozialsystemen.

kna

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.