Stadt unterliegt erneut im Streit um Edersee

Pegel sinkt um zwölf Zentimeter

Waldeck. Das für den Betrieb des Edersees zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden hat gestern erklärt, um Fahrgastschifffahrt zwischen Hameln und Bodenwerder am heutigen Samstag zu ermöglichen, würden aufgrund der neuen Wettervorhersagen nur rund 500 000 Kubikmeter Ederseewasser zusätzlich zum Normalabfluss benötigt.

Dadurch sinke der Seepegel an der Staumauer bei derzeitigem Wasserstand um etwa zwölf Zentimeter. Ursprünglich war mit einer zusätzlichen Entnahme von drei und vier Millionen Kubikmetern kalkuliert worden. Dadurch wäre der Pegel um etwa 35 Zentimeter gesunken.

Gegen die zusätzliche Wasserentnahme hatte die Stadt Waldeck eine einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht Kassel erwirken wollen, obwohl das Wasser zum Teil schon in Eder, Fulda und Weser abgeflossen war. Am Donnerstag scheiterte sie damit, legte Beschwerde dagegen beim Verwaltungsgerichtshof Kassel ein und scheiterte gestern Morgen erneut.

Wie das Verwaltungsgericht argumentierten die höchsten hessischen Verwaltungsrichter, die Kommune werde durch das Absenken des Wasserpegels im Edersee nicht in ihren Rechten verletzt. Waldeck befürchtet touristische Einbußen durch das Absenken des Wasserpegels. (jum)

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