Vier Millionen junge Bäume sollen Niedersachsens Wälder zukunftsfähig machen

Pflanzen für die Vielfalt

Fleißarbeit: Forstwirte pflanzen vier Millionen Bäume in Niedersachsens Landesforsten. Foto: nh

Braunschweig. Niedersachsens Wälder sollen vielfältiger, stabiler und damit ökologisch und ökonomisch attraktiver gestaltet werden.

Um das Vorhaben nach den Vorgaben des Niedersächsischen Waldbauprogramms LÖWE (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) voranzubringen, werden in den nächsten Wochen rund vier Millionen junge Bäume auf 2000 Hektar Waldfläche der Niedersächsischen Landesforsten gepflanzt. Forstwirte nutzen den Frühling, um mit Spaten und Pflanzhauen die artenreichen Wälder von morgen anzulegen. Drei Viertel der neuen Setzlinge sind Laubbäume wie Rotbuchen, Eichen oder Ahorne, aber auch Nadelbaumarten wie Fichte, Lärche und Douglasie werden gesetzt.

Normalerweise erfolgt die Walderneuerung in den Landesforsten durch natürliche Verjüngung der Altbestände. Aber auf vielen Flächen sollen zukünftig andere Baumarten wachsen und vor allen Dingen soll der Laubholzanteil gesteigert werden, um stabile, artenreiche und zukunftsfähige Mischwälder zu erreichen. Deshalb muss gepflanzt werden. Mit Blick auf den Klimawandel setzen die Landesforsten verstärkt auf Roteichen und Douglasien, die besser mit extremen Wetterveränderungen zurecht kommen. Die entscheidende Rolle spielt aber immer der Standort, zu dem die gewählte Baumart optimal passen soll.

Das hochwertige Pflanzmaterial wird in der Regel von der Forstsaatgutberatungsstelle in Oerrel ausgewählt und in Lohnanzucht gezogen. In vielen Fällen müssen die zarten Pflanzen durch Gatter geschützt vor Wildverbiss werden.

Die meisten jungen Bäume werden nicht etwa im waldreichen Südniedersachsen gepflanzt, sondern im Forstamt Hasefeld bei Bremen. Auch in der Heide wird viel gepflanzt.

Insgesamt gibt es etwa eine Million Hektar Wald in Niedersachsen. Ein Drittel davon wird von den Landesforsten betreut, zu denen 24 Forstämter im Land gehören. (p)

Von Christoph Papenheim

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