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Wegen Festhalten an Sanktionen: Nordkorea droht USA mit Rückkehr zu Atomkurs

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Nordkoreas Machtinhaber Kim Jong Un.

Nordkorea droht mit der Rückkehr zu seiner alten Atompolitik. Der Grund sei das Festhalten der USA an den Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang.

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Wegen Festhalten an Sanktionen: Nordkorea droht USA mit Rückkehr zu Atomkurs

Pjöngjang - Nordkorea hat die USA vor einer Rückkehr zu seiner alten Atompolitik gewarnt, sollte Washington nicht die Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang beenden. Der jüngste Kurswechsel könne "ernsthaft überdacht werden", hieß es in einer Mitteilung des nordkoreanischen Außenministeriums, die die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitagabend veröffentlichte. Die Verbesserung der Beziehungen und Sanktionen seien "nicht miteinander vereinbar". Eine angemessene Antwort der USA stehe aus.

Das Außenministerium drohte mit einer Rückkehr zur sogenannten Byungjin-Politik, mit der die gleichzeitige Entwicklung von Atomwaffen und der Wirtschaft gemeint ist, die Nordkorea über viele Jahre verfolgte.

USA verlangen atomare Abrüstung Nordkoreas

Unter dem Eindruck der politischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im April bei einer Sitzung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei angekündigt, sein Land habe erfolgreich Atomwaffen entwickelt, weshalb keine Atom- und Raketentests mehr nötig seien. "Die gesamte Partei und das gesamte Land sollten sich nun auf die Entwicklung der sozialistischen Wirtschaft konzentrieren." Dies sei die neue Strategie der Partei.

Die USA verlangen von Nordkorea eine vollständige atomare Abrüstung und wollen bis dahin ihre Sanktionen beibehalten. Dies lehnt Pjöngjang ohne Gegenleistung ab. Das international isolierte Nordkorea ächzt unter einer veralteten Wirtschaft, die durch jahrelange UN-Sanktionen zusätzlich angeschlagen ist.

Kim hatte US-Präsident Donald Trump auf einem Gipfeltreffen in Singapur im Juni die "vollständige Denuklearisierung" seines Landes zugesagt. Konkrete Schritte oder ein Zeitplan wurden aber nicht vereinbart; die Sanktionen blieben in Kraft. Fortschritte wurden seit dem Gipfel kaum erzielt.

Vorwürfe Nordkoreas: USA spielt „doppeltes Spiel“

US-Außenminister Mike Pompeo bekräftigte am Freitag in einem Interview mit Fox News, die USA würden an ihren Sanktionen festhalten, solange die in Singapur gemachten Zusagen nicht umgesetzt seien. Zugleich kündigte er ein Treffen mit seinem nordkoreanischen Kollegen in der kommenden Woche an.

Die Erklärung des Außenministerium in Pjöngjang vom Freitag ist das jüngste Zeichen einer zunehmenden Frustration Nordkoreas im Atomkonflikt mit Washington. Im vergangenen Monat veröffentlichten die Staatsmedien eine 1700 Worte lange Mitteilung, in der den USA vorgeworfen wurde, ein "doppeltes Spiel" zu spielen. Im Juli warf Nordkorea den USA "gangstermäßige" und "gierige" Forderungen bezüglich der atomaren Abrüstung vor.

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afp

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