Ukraine-Krise

Platzeck sieht Kriegsgefahr für Europa

Berlin - Der Vorsitzende des deutsch-russischen Forums, der SPD-Politiker Matthias Platzeck, sieht wegen des Ukraine-Konflikts eine wieder wachsende Kriegsgefahr für Europa.

"Ich habe manchmal Angst, dass sich so etwas wie der erste Weltkrieg noch einmal wiederholt", sagte der frühere brandenburgische Ministerpräsident am Mittwoch dem Hessischen Rundfunk. Platzeck warnte, sollten die aktuellen Friedensbemühungen in Minsk scheitern, "wird sich der Konflikt unweigerlich ausweiten". Keiner wolle sich vorstellen, was passieren werde, wenn es in Minsk keinen Erfolg gebe, sagte Platzeck zudem im Südwestrundfunk. Es sei "zwei Minuten vor zwölf". Auch in der Ukraine werde sich dann die Kriegsregion wohl ausweiten: "Das wird dann über Donezk und Lugansk hinausgehen." Es drohe dann "eine nur schwer beherrschbare Spirale". Im weißrussischen Minsk ist am Mittwoch ein Gipfeltreffen zur Befriedung des Konflikts geplant. An den Verhandlungen sollen der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko, sein russischer Kollege Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident François Hollande teilnehmen. Noch immer ist aber unklar, ob der Gipfel stattfindet. Die USA und weitere Länder erwägen Waffenlieferungen an die Ukraine, sollte Putin seine militärische Unterstützung für die ukrainischen Separatisten nicht einstellen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.