Knapper Vorsprung für Duda bei polnischen Präsidentenwahlen

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Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei etwa 49 Prozent, 2010 waren es 54,9 Prozent. Foto: Tomasz Waszczuk

Warschau (dpa) - Der Ausgang der polnischen Präsidentenwahlen ist offenbar knapper als zunächst angenommen: Nach letzten Prognosen stimmten am Sonntag 34,5 Prozent der Wähler für den nationalkonservativen Herausforderer Andrzej Duda, während 33,1 Prozent Präsident Bronislaw Komorowski die Stimme gaben.

Das offizielle Endergebnis wird für Montagabend erwartet. Über den endgültigen Wahlsieger entscheidet am 24. Mai eine Stichwahl. Umfragen vor der Wahl hatten Komorowski deutlich in Führung gesehen.

Nach seinem überraschend schlechten Ergebnis kündigte Komorowski ein Referendum über die Einführung von Direktmandaten an. Er wolle die Polen auch über Änderungen bei der Parteienfinanzierung und dem Steuersystem abstimmen lassen, sagte er. Er werte die Ergebnisse der Wahlen als "wichtiges Signal, dass ein Teil der öffentlichen Meinung Veränderungen erwartet".

Mit seiner Initiative hat Komorowski offensichtlich die Wählerschaft des drittplatzierten Pawel Kukiz im Blick. Für den ehemaligen Musiker, der mit keiner der großen Parteien Polens verbunden ist, stimmte jeder fünfte Wähler. Kukiz hatte die Einführung von Direktmandaten gefordert, um den Bürgern an Stelle der Parteien mehr Mitsprache bei der Besetzung von Mandaten einzuräumen. 

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