Türkische Medienberichte

Waffen in Hilfstransport nach Syrien gefunden

+
Hilfsgüter-Transporte der türkischen Organisation IHH in Syrien.

Istanbul - Die türkische Polizei hat in einem Lastwagen mit Hilfsgütern für Syrien Zeitungsberichten zufolge Raketen und Munition entdeckt.

Drei Verdächtige seien festgenommen worden, berichteten türkische Zeitungen am Donnerstag aus der südlichen Grenzprovinz Hatay. Der Lastwagen sei im Auftrag einer namentlich nicht genannten türkischen Hilfsorganisation unterwegs gewesen.

Die islamisch-türkische Stiftung für humanitäre Hilfe (IHH) bestritt heftig, dass ein Lastwagen der Organisation in einen Fall von Waffenschmuggel verwickelt sein könnte. Es gebe eine Vielzahl falscher Vorwürfe gegen die Hilfsorganisation, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu eine Erklärung. Die IHH steht der türkischen Regierungspartei AKP nahe und war international bekannt geworden, weil sie gegen den Widerstand Israels auf dem Seeweg Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollte.

Erst im November war in der Türkei eine Lieferung von Kriegsgerät nach Syrien vereitelt worden. Das Waffenmaterial war bei der Überprüfung eines Lastwagens in der südlichen Provinz Adana entdeckt worden, in dem die Fahnder eigentlich Drogen vermutet hatten. Ankara hat Berichte, wonach Aufständische im benachbarten Syrien von der Türkei mit Waffen versorgt werden, mehrfach bestritten.

Über 73.000 Todesopfer im vergangenen Jahr

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in ihrer Jahresbilanz bekanntgab, sind mehr als 73.000 Menschen im vergangenen Jahr in Syrien getötet worden. Die Zahl der Opfer erreichte damit einen Höchststand seit Beginn des Konflikts im Mai 2011.

dpa/kna

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.