Innenministerium stellt positive Kriminalstatistik 2011 vor

Niedersächsische Polizei schnappte sechs von zehn Tätern

Hannover. Eine Sternstunde für den in der Kritik stehenden Innenminister war die Vorstellung der Kriminalstatistik 2011 nicht. Aber es war für Uwe Schünemann (CDU) die wohltuende Gelegenheit, Positives verkünden zu können.

Denn: Sein Land ist wieder ein wenig sicherer geworden. Es gab weniger Straftaten als im Vorjahr und – für den obersten Ordnungshüter des Landes noch wichtiger – die Aufklärungsquote ist mit 61,4 Prozent weiter hoch. Bundesweit rangiere Niedersachsen damit in der Spitzengruppe.

So lobte Schünemann denn auch die „hervorragende Arbeit und Motivation“ seiner Polizisten. Darin verbarg sich auch eine Portion Eigenlob: Verantwortlich für die Erfolge seien gezielte Kontrollen, die Schulung der Beamten und modernste Methoden bei der Verbrechensbekämpfung.

Uwe Schünemann betonte, dass besonders versucht worden sei, das Sicherheitsgefühl der Menschen im Land zu stärken. So habe man eine verstärkte Präsenz dort gezeigt, wo es galt, Einbrüche und Diebstähle zu verhindern. Auch die Präventionsaktionen hätten Wirkung gezeigt, Taschendiebstähle würden so oft schon vor der Tat verhindert.

Beigetragen zur guten Bilanz hätte auch das Stellenanhebungsprogramm des Ministeriums: Leistung hätte so besser gewürdigt, in der Folge die Motivation gestärkt werden können.

Auch bei der Ausbildung rückten zunehmend immer besser qualifizierte Polizisten nach – auch aus dem Studium an der Polizeiakademie. Davon profitiere die gesamte Organisation. Apropos profitieren: Von weniger Kriminalität, einer hohen Aufklärungsrate und einem starken Sicherheitsgefühl bei den Menschen in Niedersachsen ziehe laut Schünemann auch die Wirtschaft einen Nutzen: Die Wirtschaft vergleich diese Werte bundesweit und bewerte die Kennzahlen bei Firmenansiedlungen im Rahmen einer Risiko-Analyse. Soll heißten: Da, wo es sicherer ist, siedeln sich auch Unternehmen eher an.

Deshalb wird Schünemann nicht müde, seine Strategie „Sicheres Niedersachsen 2015“ in den Vordergrund zu stellen. Dabei sollen jährlich neue Ziele in der Kriminalitätsbekämpfung formuliert und neue Aktionsschwerpunkte gesetzt werden. „Wir schauen ganz genau hin, wo die Probleme liegen.“ Denn die gibt es trotz aller positiven Zahlen dennoch. Beispiel: Die Internetkriminalität und eine weiter expandierende Internet-Welt mit Tablet-Computern und Handys wird neue Fälle produzieren.

Von Thomas Kopietz

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