Pilotversuch mit mobilen Kameras bei Einsätzen

Hessische Polizisten sind zufrieden mit Body-Cams

Wiesbaden. Nach guten Erfahrungen bei den ersten Einsätzen mit mobilen Überwachungskameras fordert die Gewerkschaft der Polizei einen Modellversuch auf einer größeren Fläche.

Wurden in den vergangenen Monaten lediglich drei sogenannte Body-Cams in einem Frankfurter Kneipenviertel eingesetzt, könne man das bundesweite Pilotprojekt auch auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Hessen, Lothar Hölzgen, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. „Es hat sich gelohnt. Die Angriffe gegenüber Kollegen sind in Alt-Sachsenhausen deutlich zurückgegangen“, sagte Hölzgen. „Nun müssen wir Kraft und Mut haben, um uns breiter aufzustellen.“

Als erstes Bundesland testet Hessen seit Mai die Kameras; am heutigen Donnerstag will auch Innenminister Boris Rhein (CDU) eine erste Bilanz ziehen. Der auf ein Jahr angelegte Modellversuch in Frankfurt-Sachsenhausen soll nach Angaben des Ministeriums der wachsenden Gewalt gegen Polizisten entgegenwirken.

Der Einsatz der Kameras ist auf konkrete Anlässe wie Personenkontrollen oder Streitschlichtung begrenzt. „Es hat sich dabei gezeigt: Wer kontrolliert wird und die Kamera sieht, der hält sich zurück“, sagte Hölzgen. (lhe)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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