Laut Gutachter

NSU-Prozess: Polizistin war sofort tot

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Die Polizistin Michèle Kiesewetter war nach den Schüssen der mutmaßlichen NSU-Terroristen sofort tot.

München - Sie war sofort tot: Polizistin Michèle Kiesewetter soll nur wenige Sekunden nach den Schüssen der mutmaßlichen NSU-Terroristen gestorben sein. Das sagte ein Gutachter am Mittwoch im NSU-Prozess.

Die Polizistin Michèle Kiesewetter war nach den Schüssen der mutmaßlichen NSU-Terroristen sofort tot. „Weit unter einer Sekunde“ habe es gedauert, bis das Gehirn nach dem tödlichen Kopfschuss seine Funktion eingestellt habe, sagte ein Gutachter am Mittwoch im NSU-Prozess.

Der Experte stellte umfangreiche Rekonstruktionen zum Tathergang des Attentats am 25. April 2007 in Heilbronn an. Demnach sieht es danach aus, dass die beiden Schützen von schräg hinten auf die in ihrem Streifenwagen sitzenden Polizisten schossen, die gerade bei geöffneten Türen Pause machten. Kiesewetters Kollege Martin A. überlebte den Kopfschuss; die Kugel wurde in seinem Kopf von einem Teil des Schädelknochens abgelenkt.

Laut Anklage verübten die Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den Anschlag. Sie töteten sich am 4. November 2011, um der Festnahme zu entgehen. Beate Zschäpe ist als Mittäterin an allen Attentaten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) angeklagt.

lby

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