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Omikron-Variante BA.5: Karl Lauterbach alarmiert über mehr Impfdurchbrüche

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Von: Jennifer Köllen

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Eine Gruppierung plante die Entführung von Lauterbach. Einer gab nun die Absichten bekannt.
Karl Lauterbach zeigt sich besorgt wegen der steigenden Anzahl an Hospitalisierungen und Impfdurchbrüchen wegen Omikron BA.5 (kreiszeitung.de-Fotomontage) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Eine aktuelle Corona-Studie aus Portugal zeigt, dass Omikron BA.5 zu mehr Durchbruchinfektionen führt als BA.2. Was kommt im Herbst wirklich auf uns zu?

Berlin – Als Bürger in Deutschland kann man dieser Tage schon verwirrt sein. Die einen Experten sagen, Corona sei jetzt harmlos. Die anderen warnen vor der Welle durch Omikron BA.5 im Herbst und vor Long Covid. Und Karl Lauterbach (SPD)? Sagt, man müsse Corona weiterhin ernst nehmen – aber hat immer noch keinen konkreten Corona-Plan für den Herbst vorgestellt – in dem das Münchner Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, weiterhin stattfinden soll.

Dabei eilt es. Und das bekommt auch der Bundesgesundheitsminister mit. Auf dem Mediendienst Twitter teilte er, wie kreiszeitung.de berichtet, jetzt eine neue Studie aus Portugal. Welche zeigt: Es kommt dort zu mehr Durchbruchinfektionen und Hospitalisierten.

Omikron BA.5: Lauterbach alarmiert – es gibt mehr Hospitalisierungen und Impfdurchbrüche

„In Portugal zeigen Daten, dass BA5 Omicron Variante zu mehr Durchbruchinfektionen führt als BA2, und dass es zu mehr Hospitalisierten kommt. Das erklärt wohl auch Anstieg der KH-Fälle bei uns. Im Herbst kommen Impfstoffe, die dieses Problem lösen könnten“, schreibt Lauterbach auf Twitter.

Seine Follower bemerken kritisch, dass er das Wort „könnten“ benutzt. Die Impfstoffe können das Problem also nicht lösen? „Schön zu sehen, dass selbst Sie mittlerweile nur noch davon sprechen, dass die Impfstoffe helfen ‚könnten‘“, bemängelt ein User. Und ein anderer fordert: „Wir brauchen sofort einen Teil der bewährten Maßnahmen. Am effektivsten ist die Maskenpflicht.“

Omikron BA.5-Studie aus Portugal: Mehr Reinfektionen, Booster hilft weniger

Für die Studie analysierten Forscher zwischen dem 25. April und dem 10. Juni 2022 27.702 entnommenen Proben. 55,5 Prozent wurden als BA.2, und die restlichen als BA.5 eingestuft.

Die Studie ergab, dass „die Omikron BA.5-Linie im Vergleich zu Omikron BA.2 unabhängig vom Impfstatus mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Reinfektion verbunden ist“. Bei Omikron BA.5 ist es also wahrscheinlicher, sich wieder anzustecken.

Außerdem wurde festgestellt, dass ein Corona-Booster bei Omikron BA.2 mehr bringt als bei Omikron BA.5: „Bei den mit BA.5 Infizierten war die Auffrischungsimpfung mit einer Verringerung des Risikos einer COVID-19-Krankenhauseinweisung bzw. des Todes um 77 Prozent bzw. 88 Prozent verbunden, während bei BA.2-Fällen mit 93 Prozent bzw. 94 Prozent eine höhere Risikominderung festgestellt wurde“, schreiben die Forscher – und empfehlen dennoch die Impfung: „Obwohl die COVID-19-Auffrischungsimpfung im Vergleich zu BA.2 weniger wirksam ist, bietet sie dennoch einen erheblichen Schutz vor schweren Folgen nach einer BA.5-Infektion.“

Omikron BA.5 – Welle rollt, was kommt im Herbst? Politiker diskutieren über Corona-Regeln in Deutschland

Die Ampelkoalition vertritt teils sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie die Corona-Regeln in Deutschland zukünftig auszusehen haben. Die FDP ist seit jeher für einen lockeren Kurs, Karl Lauterbach plädiert für härtere Corona-Maßnahmen.

Über ein entsprechendes Paket soll in der Sommerpause des Bundestages beraten werden, da die aktuellen Corona-Regelungen im Infektionsschutzgesetz zum 23. September 2022 auslaufen. Gesundheits- und Justizministerium befinden sich derzeit über die Corona-Regeln in Deutschland in Gesprächen. Dass die Maskenpflicht in Innenräumen zurückkommt, ist wahrscheinlich. Und die 3G-Regeln? Das wird sich bald herausstellen.

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