Kommentar zum Rücktritt der bayrischen Staatsministerin: Ein Problem weniger

Tibor Pézsa über Haderthauers Rücktritt

Ihren Rücktritt hat sich die bayrische Staatsministerin Christine Haderthauer selbst zuzuschreiben. Es ist jedenfalls keine CSU-Affäre. Im Gegenteil: Die Partei hat ein Problem weniger. Ein Kommentar von HNA-Politikchef Tibor Pézsa.

Gerüchte und Verleumdungen - so pflegte die nunmehr ehemalige bayerische Staatsministerin Christine Haderthauer die gegen sie erhobenen Vorwürfe zu nennen. Das einträgliche Geschäft der Haderthauers mit psychisch kranken Straftätern sowie ihr Umgang mit einem Geschäftspartner waren aber immerhin so fragwürdig, dass die Staatsanwaltschaft in der Sache Haderthauer zu ermitteln begann - wegen Steuerhinterziehung und Betrug.

Spätestens als Ministerpräsident Horst Seehofer das Krisenmanagement Haderthauers kritisierte, dürfte ihr klar geworden sein, dass ihre Strategie „Mir kann keiner, mich können sie alle“ kaum mehr Aussicht auf Erfolg hatte.

Politisch ist Christine Haderthauer am Ende. Die Frau, die über ihre Kabinettskollegin Ilse Aigner ätzte „Wir ergänzen uns gut. Sie als Alleinstehende und kinderlos, ich als Frau mit Familie“, hat sich mit ihrer forschen Art viele Feinde gemacht, besonders in der eigenen Partei. Für die ist es ein Abgang ohne Schluckbeschwerden.

Mail an den Autor: tpa@hna.de

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