Abiturienten finden Prüfungen zu schwierig

Protest nach Mathe-Frust

Düsseldorf. Mehrere hundert Abiturienten haben gestern vor dem Schulministerium in Düsseldorf lautstark gegen die Mathematikprüfungen protestiert. Auf Transparenten forderten sie „Fairness auch für Versuchskaninchen“ und sagten „Nein zu Mathe-Schweinereien“. Die schriftlichen Prüfungsaufgaben in Mathe seien für alle Abiturienten in NRW zu kompliziert gewesen, kritisierte Luise Cornely (18) aus Bonn, die bei der Initiative „Faires Abitur“ mitarbeitet. „Wir fordern, die Klausuren freiwillig wiederholen zu dürfen“, sagte sie.

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) war wegen anderer Termine nicht im Haus. Ihr Staatssekretär Ludwig Hecke stellte sich den Demonstranten, die ihrem Ärger mit Trillerpfeifen Luft machten. Hecke holte Cornely und zwei weitere Schülerinnen zum Gespräch ins Ministerium. In einer Facebook-Gruppe hatten sich tausende Schüler der Kritik angeschlossen. Sie fordern die Überprüfung der Aufgaben durch eine Kommission aus neutralen Fachleuten.

Eine Ministeriumssprecherin hatte zuvor gesagt, sie sei sicher, dass die Klausur lösbar und nicht fehlerhaft gewesen sei. Löhrmann hatte die zuständige Aufgabenkommission beauftragt, Stellung zu konstruktiver Kritik zu nehmen. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft waren die Klausuren „sehr sehr schwer, aber grundsätzlich lösbar“. (dpa)

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