Täter griff mit Messer an

Prozess gegen mutmaßlichen Reker-Attentäter im April

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Die heutige Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker.

Köln - Der Prozess um das Messerattentat auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker beginnt am 15. April vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht.

Der Staatsschutzsenat ließ die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen den zur Tatzeit 44-jährigen Frank S. zu, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Gerichts muss sich S. nun wegen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung verantworten. 

S. wird beschuldigt, die damalige Kölner Sozialdezernentin und OB-Kandidatin Reker am 17. Oktober 2015 an einem Wahlkampfstand mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Vier weitere Menschen wurden dabei nach Angaben der Bundesanwaltschaft zum Teil schwer verletzt. Der Angreifer wurde noch am Tatort im Kölner Stadtteil Braunsfeld festgenommen. 

Laut Anklage wollte S. die parteilose Politikerin "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" töten. Den Ermittlungen zufolge war das Motiv für die Tat eine aus Sicht des Angeklagten "verfehlte Politik in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten". Die am Tag nach dem Attentat zur Kölner Oberbürgermeisterin gewählte Reker war zuvor als Sozialdezernentin für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. 

Wegen ihrer schweren Verletzungen konnte die heute 59-Jährige ihr Amt als Stadtchefin erst im November antreten. Für den Prozess gegen ihren mutmaßlichen Attentäter beraumte das Düsseldorfer Gericht zunächst zehn Verhandlungstage bis Mitte Juni an. Der Prozess findet in Düsseldorf statt, weil das dortige OLG als einziges der insgesamt drei nordrhein-westfälischen Oberlandesgerichte über Staatsschutzsenate verfügt.

Messer-Attacke auf Kölner OB-Kandidatin

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Außer Lebensgefahr: Henriette Reker überlebt Angriff (2015)

AFP

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